Nikotinkaugummi Dosierung: Welche Stärke ist richtig?
Kurz-Fazit

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Du hast dich entschieden, mit dem Rauchen aufzuhören — schon mal ein richtig guter Schritt. Jetzt stehst du in der Apotheke oder scrollst durch Online-Shops und fragst dich: 2 mg oder 4 mg Nikotinkaugummi? Die Auswahl ist größer als gedacht, und die Frage nach der richtigen Nikotinkaugummi-Dosierung verwirrt viele angehende Nichtraucher erstmal.

Die Antwort ist simpler, als du denkst: Es kommt darauf an, wie stark du bisher geraucht hast. Wer morgens direkt nach dem Aufstehen zur Zigarette greift, braucht eine andere Dosis als jemand, der erst nach dem Frühstück anzündet. Die richtige Stärke macht den Unterschied zwischen nervigen Entzugssymptomen und einem entspannten Rauchstopp.

In diesem Artikel erfährst du, welche Dosierung in welcher Situation passt, wie du die Stärke im Laufe der Zeit anpasst und welche typischen Fehler du vermeiden solltest.

Wenn du mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchst

Starke Raucher brauchen normalerweise die 4-mg-Variante. Das ist keine Empfehlung für Extremfälle, sondern die Standarddosierung für alle, die eine Schachtel oder mehr am Tag durchziehen.

Warum die höhere Dosierung bei starkem Rauchen sinnvoll ist

Dein Körper hat sich über Jahre an hohe Nikotinmengen gewöhnt. Steigst du direkt auf 2 mg ein, kommt wahrscheinlich zu wenig Nikotin an — die Folge: Nervosität, Konzentrationsprobleme, starkes Rauchverlangen. Laut einer Cochrane-Analyse verbessert die passende Dosierung die Erfolgsrate um etwa 50 Prozent.

Das 4-mg-Kaugummi gibt genug Nikotin ab, um die heftigsten Entzugserscheinungen zu dämpfen. Trotzdem ist es deutlich weniger als das, was du beim Rauchen aufgenommen hast — ein Kaugummi ersetzt nicht die Zigarette komplett, sondern nimmt dir den schlimmsten Druck.

So startest du mit der 4-mg-Dosierung

In den ersten Wochen verwendest du das Kaugummi nach Bedarf — immer dann, wenn das Verlangen hochkommt. Die meisten brauchen anfangs 8 bis 12 Stück täglich. Klingt nach viel? Ist aber deutlich weniger schädlich als 20 Zigaretten.

Wichtig: Du kaust das Kaugummi nicht wie normales Kaugummi durchgehend. Stattdessen kaust du ein paarmal an, legst es dann in die Wangentasche und lässt das Nikotin über die Mundschleimhaut wirken. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über häufige Anwendungsfehler beim Nikotinkaugummi.

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Wenn du 10 bis 20 Zigaretten am Tag rauchst

Hier wird’s interessanter: Du liegst in der Grauzone. Manche kommen mit 2 mg klar, andere brauchen doch die 4-mg-Variante. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Zigaretten, sondern auch wann du rauchst.

Der Zeitpunkt der ersten Zigarette als Entscheidungshilfe

Rauchst du innerhalb der ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen? Dann ist deine Nikotinabhängigkeit wahrscheinlich stärker ausgeprägt, und die 4-mg-Dosierung passt besser. Wartest du locker eine Stunde oder länger, reichen vermutlich 2 mg.

Diese Faustregel basiert auf dem Fagerström-Test, einem wissenschaftlich anerkannten Fragebogen zur Nikotinabhängigkeit. Der Zeitpunkt der ersten Zigarette gilt als einer der besten Indikatoren für die Stärke der Abhängigkeit.

Die Kombination mit anderen Nikotinersatzprodukten

Bei mittlerem Konsum funktioniert oft eine Kombitherapie am besten: Ein Nikotinpflaster als Grundversorgung plus Kaugummi für akute Verlangensmomente. Das Pflaster hält den Nikotinspiegel konstant, das Kaugummi deckt Spitzen ab. In diesem Fall reicht meist die 2-mg-Variante beim Kaugummi.

Mehr zur Kombination verschiedener Produkte erfährst du in unserem Vergleich zwischen Nikotinkaugummi und Nikotinspray.

Wenn du weniger als 10 Zigaretten täglich rauchst

Glückwunsch — du gehörst zu den leichteren Rauchern. Für dich ist die 2-mg-Dosierung normalerweise die richtige Wahl. Höhere Dosen würden dir wahrscheinlich mehr Nikotin geben, als du gewohnt bist, was zu Übelkeit und Unwohlsein führen kann.

Warum weniger manchmal mehr ist

Ein häufiger Fehler: Gelegenheitsraucher greifen zur 4-mg-Variante, weil sie denken „viel hilft viel“. Das Gegenteil ist der Fall. Zu viel Nikotin löst Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Magenbeschwerden aus — und macht den Rauchstopp unnötig unangenehm.

Mit 2 mg deckst du deinen tatsächlichen Bedarf und vermeidest eine Überdosierung. Falls du merkst, dass das Verlangen trotzdem zu stark ist, kannst du immer noch auf 4 mg wechseln. Andersherum funktioniert es psychologisch schlechter.

Die schrittweise Reduzierung planen

Bei geringem Konsum kannst du relativ schnell mit der Reduzierung beginnen. Nach etwa 4 bis 6 Wochen solltest du versuchen, die Anzahl der Kaugummis pro Tag zu senken. Viele schaffen es, nach 8 bis 12 Wochen komplett nikotinfrei zu sein.

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Wenn du starke Entzugserscheinungen hast

Manchmal passt die Dosierung theoretisch, aber praktisch kommst du trotzdem nicht klar. Du bist gereizt, kannst dich nicht konzentrieren und das Rauchverlangen überwältigt dich mehrmals täglich. Was jetzt?

Die Dosierung nach oben anpassen

Falls du mit 2 mg gestartet bist und merkst, dass es nicht reicht, wechsle zur 4-mg-Variante. Das ist kein Scheitern, sondern eine notwendige Anpassung. Besser eine Woche länger höher dosiert als zurück zur Zigarette.

Studien zeigen: Unterdosierung ist einer der Hauptgründe für Rückfälle in den ersten Wochen. Dein Körper braucht genug Nikotin, um die Umstellung zu schaffen. Die Abhängigkeit vom Kaugummi ist später deutlich einfacher zu überwinden als die vom Rauchen.

Häufigkeit erhöhen statt Stärke steigern

Eine Alternative: Bleib bei der niedrigeren Dosierung, verwende aber mehr Kaugummis über den Tag verteilt. Statt 6 Stück à 2 mg kannst du 10 bis 12 Stück nehmen — so lange du unter der Höchstmenge von 15 Stück täglich bleibst.

Dieser Weg hat einen psychologischen Vorteil: Du behältst die niedrigere Dosierung bei und gewöhnst dich nicht an die starke Variante. Das erleichtert später die Reduktion.

Übrigens: Wenn du neben dem Rauchstopp auch mit Schlafproblemen zu kämpfen hast, solltest du das letzte Kaugummi nicht zu spät am Abend nehmen — Nikotin wirkt anregend.

Wenn Stress oder bestimmte Situationen das Verlangen triggern

Nicht jeder Raucher ist gleich stark abhängig. Manche brauchen die Zigarette vor allem in Stresssituationen, nach dem Essen oder beim Kaffee. Für dich könnte eine bedarfsgesteuerte Dosierung sinnvoller sein als ein fester Plan.

Situatives Kauen statt Dauergebrauch

Wenn du hauptsächlich in bestimmten Momenten rauchst — etwa bei Arbeitsstress oder in der Mittagspause — kannst du das Kaugummi gezielt für diese Situationen nutzen. Viele kommen so mit deutlich weniger Stück aus als bei einem festen Zeitplan.

Die Dosierung bleibt dabei gleich, aber du verwendest das Kaugummi nur, wenn das Verlangen tatsächlich da ist. Das spart nicht nur Geld, sondern senkt auch das Risiko einer längerfristigen Abhängigkeit vom Nikotinersatz.

Die Kombination mit Verhaltensänderungen

Kaugummi allein reicht oft nicht. Du brauchst neue Routinen für die Momente, die früher Rauchmomente waren. Kaffee ohne Zigarette? Probier ein anderes Getränk oder trink ihn woanders. Nach dem Essen direkt raus? Mach stattdessen einen kurzen Spaziergang.

Ergänzend zum Nikotinkaugummi helfen oft Entspannungstechniken. Unser Artikel über Rauchstopp bei Depression zeigt, wie wichtig die psychische Komponente ist — auch wenn du nicht depressiv bist.

Wenn du es schon mehrmals versucht hast

Rückfälle sind beim Rauchstopp völlig normal. Die meisten Raucher brauchen mehrere Anläufe, bis es klappt. Falls du schon früher mit Nikotinkaugummi gescheitert bist, lag es möglicherweise an der falschen Dosierung.

Ehrliche Analyse des letzten Versuchs

Warst du beim letzten Mal ständig nervös und gereizt? Dann war die Dosis vermutlich zu niedrig. Hattest du Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel? Dann war sie zu hoch. Diese Erfahrung hilft dir jetzt bei der richtigen Wahl.

Viele unterschätzen beim ersten Versuch ihre Abhängigkeit und greifen zur 2-mg-Variante, obwohl sie 4 mg bräuchten. Beim zweiten Anlauf weißt du es besser.

Professionelle Unterstützung einbeziehen

Nach mehreren gescheiterten Versuchen macht es Sinn, nicht nur auf Nikotinersatz zu setzen, sondern auch Beratung zu nutzen. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für Rauchentwöhnungskurse — zum Beispiel bietet die IKK classic verschiedene Programme zur Rauchentwöhnung an.

In professionellen Kursen lernst du nicht nur die richtige Nikotinkaugummi-Dosierung kennen, sondern auch Strategien gegen Rückfälle. Die Kombination aus medikamentöser Unterstützung und Verhaltenstherapie verdoppelt die Erfolgsquote — das ist wissenschaftlich belegt.

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So passt du die Dosierung im Zeitverlauf an

Die Anfangsdosierung ist nur der erste Schritt. Nikotinkaugummi ist als Ausstiegshilfe gedacht, nicht als dauerhafter Ersatz. Deshalb musst du die Dosis schrittweise senken.

Der klassische Reduktionsplan

Die meisten Hersteller empfehlen ein 12-Wochen-Programm. Die ersten 6 Wochen nutzt du die volle Dosierung nach Bedarf. Ab Woche 7 reduzierst du entweder die Anzahl der Kaugummis oder wechselst von 4 mg auf 2 mg. In den letzten Wochen läufst du die Nikotinzufuhr komplett aus.

Klingt theoretisch simpel, praktisch stolpern viele über die Reduzierungsphase. Der Körper gewöhnt sich ans Kaugummi, und das Absetzen fällt schwerer als gedacht. Mein Tipp: Setz dir klare Meilensteine und schreib sie auf.

Individuelles Tempo ist erlaubt

Der 12-Wochen-Plan ist eine Richtlinie, kein Gesetz. Manche schaffen es schneller, andere brauchen länger. Wichtig ist nur: Du bewegst dich in Richtung Nikotinfreiheit, nicht in Richtung Dauergebrauch.

Falls du nach 12 Wochen noch nicht bereit bist, komplett aufzuhören, ist das okay. Besser du kaust noch ein paar Wochen länger Kaugummi, als dass du wieder rauchst. Die gesundheitlichen Risiken von Nikotinkaugummi sind minimal verglichen mit denen des Rauchens.

Häufige Fehler bei der Nikotinkaugummi-Dosierung

Auch wenn die Wahl der richtigen Stärke simpel klingt, gibt es ein paar typische Stolperfallen, die den Erfolg gefährden können.

Zu früh zu niedrig dosiert

Der häufigste Fehler: Du willst schnell nikotinfrei werden und steigst nach zwei Wochen von 4 mg auf 2 mg um, obwohl das Verlangen noch stark ist. Ergebnis: Die Entzugserscheinungen kommen zurück, und die Versuchung zu rauchen steigt.

Gib deinem Körper Zeit. Die ersten Wochen sind die kritischsten. Wenn du diese Phase mit ausreichend Nikotin überbrückst, stehen die Chancen gut, dass du dauerhaft durchhältst.

Zu viele Kaugummis gleichzeitig

Einige kauen mehrere Kaugummis parallel oder direkt hintereinander, weil ein einzelnes nicht reicht. Das kann zu einer Überdosierung führen — mit Übelkeit, Herzrasen und Kopfschmerzen als Folge.

Die Lösung: Prüf erstmal, ob du das Kaugummi richtig anwendest. Viele kauen zu schnell und schlucken das Nikotin, statt es über die Mundschleimhaut aufzunehmen. Falls die Anwendung stimmt und ein Kaugummi trotzdem nicht reicht, wechsle zur höheren Dosierung — aber verdopple nicht einfach die Menge.

Nikotinkaugummi mit Kaffee oder säurehaltigen Getränken

Kaffee, Cola und Fruchtsäfte senken den pH-Wert im Mund und behindern die Nikotinaufnahme. Das Kaugummi wirkt dann deutlich schwächer. Deshalb: 15 Minuten vor und während der Anwendung nichts trinken außer Wasser.

Das wissen viele nicht und wundern sich, warum das Kaugummi nicht richtig hilft. Dabei liegt’s nur am Kaffee daneben.

Nikotinkaugummi-Dosierung und andere Nikotinersatzprodukte im Vergleich

Kaugummi ist nicht die einzige Option. Pflaster, Spray, Lutschtabletten — alle haben ihre Vor- und Nachteile bei der Dosierung.

Nikotinpflaster: Konstante Versorgung ohne Dosierungsanpassung

Pflaster geben Nikotin kontinuierlich über 16 oder 24 Stunden ab. Du hast meist drei Stärken zur Auswahl (z.B. 7 mg, 14 mg, 21 mg). Der Vorteil: Du musst nicht ständig dran denken. Der Nachteil: Akute Verlangensmomente deckst du damit nicht ab.

Viele kombinieren deshalb Pflaster mit Kaugummi. Das Pflaster deckt den Grundbedarf, das Kaugummi die Spitzen. In diesem Fall reicht beim Kaugummi oft die niedrigere Dosierung. Mehr dazu in unserem Artikel über Nebenwirkungen von Nikotinpflastern.

Nikotinspray: Schnellere Wirkung, flexiblere Dosierung

Spray wirkt schneller als Kaugummi — nach etwa 60 Sekunden spürst du die Wirkung. Pro Sprühstoß bekommst du meist 1 mg Nikotin, du kannst also feiner dosieren als mit Kaugummi.

Für starke Raucher, die schnelle Abhilfe bei akutem Verlangen brauchen, ist Spray oft die bessere Wahl. Allerdings ist es auch teurer und wird schneller zur Gewohnheit. Einen direkten Vergleich findest du in unserem Artikel Nikotinkaugummi oder Nikotinspray.

Nikotinlutschtabletten: Ähnlich wie Kaugummi, aber diskreter

Lutschtabletten gibt es ebenfalls in 2 mg und 4 mg. Die Dosierung funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie beim Kaugummi. Der Unterschied: Du lutschst sie nur, statt zu kauen. Das ist unauffälliger in Meetings oder Gesprächen.

Die Nikotinfreisetzung ist etwas langsamer als beim Kaugummi, dafür weniger intensiv. Geschmackssache, ob du das bevorzugst.

Besondere Situationen: Dosierung anpassen

Manchmal gelten die Standardregeln nicht. Bei bestimmten Lebensumständen oder gesundheitlichen Bedingungen brauchst du eine angepasste Strategie.

Rauchstopp in besonders stressigen Lebensphasen

Wenn du gerade beruflich extrem eingespannt bist, eine Prüfungsphase durchmachst oder private Krisen bewältigst, ist der Nikotinbedarf oft höher. Das liegt nicht an der körperlichen Abhängigkeit, sondern an der psychischen: Nikotin wirkt kurzfristig entspannend.

In solchen Phasen ist eine höhere Dosierung oder häufigere Anwendung sinnvoll — lieber ein paar Kaugummis mehr als ein Rückfall zur Zigarette. Nach der Stressphase kannst du immer noch reduzieren.

Besonders in Berufen mit Schichtdienst oder unregelmäßigen Arbeitszeiten, etwa in der Pflege, ist der Rauchstopp eine Herausforderung. Hier hilft eine flexible Dosierung nach Bedarf.

Rauchstopp nach gesundheitlichen Ereignissen

Nach einem Herzinfarkt oder bei diagnostizierter COPD ist der Rauchstopp medizinisch dringend geboten. Hier solltest du die Nikotinkaugummi-Dosierung unbedingt mit deinem Arzt absprechen — nicht weil Kaugummi gefährlich wäre, sondern weil die optimale Strategie individuell sein kann.

Mehr zum Thema findest du in unserem Ratgeber Rauchen aufhören nach Herzinfarkt.

Kosten und Wirtschaftlichkeit verschiedener Dosierungen

Nikotinkaugummi ist nicht billig. Die 4-mg-Variante kostet meist etwas mehr als die 2-mg-Version, aber nicht doppelt so viel. Trotzdem rechnet sich ein Blick auf die Kosten.

Preisvergleich: 2 mg vs. 4 mg

Eine Packung mit 105 Stück 4-mg-Kaugummi kostet etwa 50 bis 60 Euro, die 2-mg-Variante rund 40 bis 50 Euro. Klingt erstmal teuer, ist aber immer noch günstiger als Zigaretten. Wer eine Schachtel täglich raucht, gibt monatlich über 200 Euro aus — Nikotinkaugummi liegt bei etwa 80 bis 120 Euro im Monat, je nach Verbrauch.

Nach spätestens 12 Wochen reduzierst du die Menge, die Kosten sinken also. Zigaretten würdest du wahrscheinlich weiter kaufen.

Erstattung durch Krankenkassen

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Nikotinersatzprodukte — anders als für verschreibungspflichtige Medikamente wie Vareniclin. Einige Kassen bezuschussen aber Rauchentwöhnungskurse, in denen auch Nikotinersatz behandelt wird.

Lohnt sich die Nachfrage bei deiner Kasse. Die IKK classic etwa hat spezielle Programme. Auch die BZgA bietet kostenlose Rauchentwöhnungskurse an.

Unser Fazit zur Nikotinkaugummi-Dosierung

Die richtige Nikotinkaugummi-Dosierung hängt in erster Linie von deinem bisherigen Rauchverhalten ab. Über 20 Zigaretten täglich? Nimm 4 mg. Unter 10 Zigaretten? 2 mg reichen wahrscheinlich. Dazwischen entscheidet der Zeitpunkt der ersten Zigarette am Morgen.

Wichtiger als die perfekte Anfangsdosierung ist aber die Bereitschaft, anzupassen. Zu wenig Nikotin führt zu Entzugssymptomen und Rückfällen, zu viel verursacht Nebenwirkungen und verlängert die Abhängigkeit. Hör auf deinen Körper und scheue dich nicht, die Dosis zu ändern, wenn nötig.

Kombitherapien — etwa Pflaster plus Kaugummi — funktionieren oft besser als Monotherapie. Und egal welche Dosierung: Nikotinersatz allein ist selten die Komplettlösung. Verhaltensänderungen, Stressbewältigung und soziale Unterstützung gehören genauso dazu.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auch mit 2 mg starten, wenn ich stark geraucht habe?

Kannst du theoretisch, ist aber nicht empfehlenswert. Die meisten starken Raucher (über 20 Zigaretten täglich) brauchen anfangs die 4-mg-Dosierung, um Entzugserscheinungen ausreichend zu dämpfen. Mit 2 mg riskierst du einen Rückfall, weil das Verlangen zu stark bleibt. Lieber höher starten und nach einigen Wochen reduzieren.

Wie viele Nikotinkaugummis darf ich pro Tag maximal nehmen?

Die Hersteller empfehlen maximal 15 Stück täglich bei der 4-mg-Variante. Bei 2 mg liegt die Obergrenze meist bei 20 bis 24 Stück. Diese Mengen solltest du aber nur in Ausnahmefällen erreichen — normal sind 8 bis 12 Stück in den ersten Wochen, danach weniger.

Wann sollte ich von 4 mg auf 2 mg wechseln?

Üblicherweise nach 6 bis 8 Wochen, wenn das akute Rauchverlangen deutlich nachgelassen hat. Manche schaffen den Wechsel schon früher, andere brauchen länger. Wichtig: Wechsle nur, wenn du dich sicher fühlst und nicht mehr ständig ans Rauchen denkst. Zu früher Wechsel ist ein häufiger Grund für Rückfälle.

Kann ich Nikotinkaugummi und Nikotinpflaster gleichzeitig verwenden?

Ja, diese Kombitherapie ist sogar häufig empfohlen und wissenschaftlich gut untersucht. Das Pflaster sorgt für einen konstanten Nikotinspiegel, das Kaugummi fängt akute Verlangensmomente ab. Sprich am besten mit deinem Arzt oder Apotheker über die passende Dosierung — meist reicht dann beim Kaugummi die 2-mg-Variante.

Was passiert, wenn ich zu viel Nikotinkaugummi auf einmal nehme?

Eine Überdosierung zeigt sich durch Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen oder Magenbeschwerden. In diesem Fall sofort aufhören zu kauen, viel Wasser trinken und dich hinsetzen. Die Symptome klingen normalerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten ab. Bei anhaltenden Beschwerden kontaktiere einen Arzt.

Wie lange darf ich Nikotinkaugummi insgesamt verwenden?

Die meisten Programme laufen über 12 Wochen. Danach solltest du komplett nikotinfrei sein. In der Praxis brauchen manche länger — bis zu 6 Monate sind vertretbar, wenn du dich schrittweise reduzierst. Eine Dauernutzung über ein Jahr hinaus ist nicht vorgesehen und sollte mit einem Arzt besprochen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.
Fachredaktion Nichtraucher
Über die Redaktion

Fachredaktion Nichtraucher

Die Fachredaktion von nichtraucher.de besteht aus Gesundheitsexperten, ehemaligen Rauchern und spezialisierten Fachautoren. Unsere Artikel basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig geprüft und aktualisiert.

Dr. med. Rudolf Lubek
Medizinische Beratung

Dr. med. Rudolf Lubek

Dr. med. Rudolf Lubek ist Facharzt für Innere Medizin. Seit vielen Jahren begleitet er Patienten auf dem Weg zum Nichtraucher und kennt sowohl die aktuelle Studienlage als auch die Herausforderungen im Praxisalltag.

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