Akupunktur oder Hypnose zum Rauchen aufhören? Was hilft

Akupunktur oder Hypnose zum Rauchen aufhören? Was hilft

Von 15 Min. Lesezeit
Kurz-Fazit

Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für ist unser Redaktionstipp

★★★★☆ 240 Bewertungen

Wir haben die beliebtesten Produkte in dieser Kategorie verglichen. Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für überzeugt mit dem besten Gesamtpaket.

Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für
Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für ★★★★☆ €27,87
Auf Amazon ansehen →

Kennst du das? Du willst endlich aufhören zu rauchen, aber die Vorstellung, es einfach so durchzuziehen, macht dir Angst. Dann stolperst du über Angebote: Akupunktur oder Hypnose zum Rauchstopp. Beide versprechen, dass es ganz leicht geht. Ohne Entzugserscheinungen. Ohne Qual.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Genau das dachte ich auch.

Hand aufs Herz: Ich war skeptisch. Aber ich wollte es wissen. Nicht für mich – ich bin seit Jahren rauchfrei – sondern weil mich so viele fragen: „Was davon funktioniert wirklich?“ Die Antwort ist komplizierter, als die meisten Anbieter zugeben möchten. Manche schwören auf Akupunktur, andere auf Hypnose. Und dann gibt’s die, bei denen nichts davon geholfen hat.

In diesem Artikel schauen wir uns beide Methoden genau an. Was sagen Studien? Was kostet es? Und vor allem: Was kannst du realistisch erwarten?

Warum suchen so viele nach alternativen Methoden?

Die meisten Raucher haben es schon mehrfach versucht. Mit reiner Willenskraft. Vielleicht auch mit Nikotinpflastern. Und sind gescheitert.

Das nagt am Selbstwertgefühl. Irgendwann denkst du: „Vielleicht brauche ich was anderes. Was Besonderes.“

Die Enttäuschung nach gescheiterten Versuchen

Jeder gescheiterte Versuch macht den nächsten schwerer. Du glaubst irgendwann nicht mehr daran, dass du es schaffen kannst. Genau da setzen alternative Methoden an: Sie versprechen einen anderen Weg. Einen, bei dem du nicht kämpfen musst.

Das ist verlockend. Aber auch gefährlich, wenn die Erwartungen unrealistisch sind.

Der Wunsch nach einer „sanften“ Lösung

Niemand will leiden. Und die Vorstellung, tagelang gereizt und unruhig zu sein, schreckt viele ab. Akupunktur und Hypnose werden oft als sanfte Alternativen beworben. Ohne Medikamente, ohne harte Entzugserscheinungen.

Klingt gut. Aber stimmt es auch?

Misstrauen gegenüber Nikotinersatzprodukten

Viele wollen kein Nikotin mehr – auch nicht als Pflaster oder Kaugummi. Sie denken: „Dann tausche ich doch nur eine Sucht gegen die andere.“ Das stimmt so nicht ganz (Nikotinersatztherapie ist in der Dosierung kontrolliert), aber ich verstehe die Sorge.

Alternative Methoden kommen ohne Nikotin aus. Das fühlt sich für manche „sauberer“ an.

Akupunktur beim Rauchstopp: Was steckt dahinter?

Akupunktur kommt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Idee: Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Körperpunkten wird der Energiefluss reguliert. Das soll Verlangen und Entzugssymptome lindern.

Klingt esoterisch? Ja. Aber es gibt tatsächlich Menschen, denen es geholfen hat.

Wie funktioniert Akupunktur bei Nikotinsucht?

Die Nadeln werden meist an Ohrpunkten gesetzt – das nennt sich Ohrakupunktur. Manche Therapeuten setzen auch Nadeln an Handgelenken oder anderen Körperstellen. Die Behandlung dauert etwa 20-30 Minuten, oft über mehrere Sitzungen verteilt.

Die Theorie: Bestimmte Punkte sollen das Rauchverlangen reduzieren und die Entzugssymptome dämpfen. Manche sprechen auch von einer allgemeinen Entspannungswirkung, die hilft, besser mit Stress umzugehen (Stress ist einer der häufigsten Rückfall-Auslöser).

Was sagen Studien zur Wirksamkeit?

Jetzt wird’s unangenehm für Akupunktur-Fans: Die Studienlage ist ernüchternd. Eine Cochrane-Review von 2014, die 38 Studien ausgewertet hat, kommt zu dem Schluss: Es gibt keine überzeugenden Belege dafür, dass Akupunktur besser wirkt als Placebo.

Das heißt nicht, dass Akupunktur gar nicht funktioniert. Aber der Effekt ist statistisch nicht von einer Scheinbehandlung zu unterscheiden. Wenn es hilft, dann vermutlich vor allem durch den Placebo-Effekt – was nicht bedeutet, dass der Effekt nicht trotzdem echt sein kann. Der Glaube daran kann tatsächlich wirken.

Allerdings zeigen die Studien auch: Nach sechs Monaten ist die Erfolgsquote kaum höher als bei Leuten, die einfach so aufgehört haben.

Kosten und Kostenübernahme durch Krankenkassen

Eine Akupunktur-Sitzung kostet zwischen 30 und 80 Euro. Für einen vollständigen Behandlungszyklus werden meist 5-10 Sitzungen empfohlen. Das summiert sich schnell auf 200-500 Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Akupunktur zur Rauchentwöhnung gilt nicht als medizinisch notwendige Leistung. Manche Kassen zahlen einen Zuschuss im Rahmen eines Bonusprogramms – das musst du individuell erfragen.

Private Kassen handhaben das unterschiedlich. Manchmal gibt’s Geld zurück, manchmal nicht.

Hypnose zum Rauchen aufhören: Wie soll das gehen?

Hypnose setzt direkt im Kopf an. Die Idee: In einem tranceähnlichen Zustand ist dein Unterbewusstsein zugänglicher für Suggestionen. Der Hypnotiseur „programmiert“ quasi dein Gehirn um. Zigaretten sollen danach unattraktiv wirken, das Verlangen soll verschwinden.

Klingt wie Zauberei. Aber es gibt tatsächlich einen psychologischen Mechanismus dahinter.

Verschiedene Hypnose-Ansätze im Überblick

Es gibt mehrere Varianten:

  • Einzelsitzungen: Du gehst zu einem Hypnotherapeuten, der individuell mit dir arbeitet. Das kann eine oder mehrere Sitzungen umfassen.
  • Gruppenhypnose: Mehrere Teilnehmer werden gleichzeitig hypnotisiert. Günstiger, aber weniger persönlich.
  • Audio-Programme: Du hörst dir zu Hause eine Hypnose-CD oder ein MP3 an. Kostet wenig, Wirkung ist aber fraglich.

Die Qualität variiert enorm. Es gibt seriöse Therapeuten mit psychologischer Ausbildung – und es gibt selbsternannte „Hypnosecoaches“, die nach einem Wochenendkurs Menschen behandeln.

Was sagen Studien zur Erfolgsquote?

Auch hier wird’s kompliziert. Eine Cochrane-Übersicht aus 2019 zu Hypnose beim Rauchstopp fand: Die Evidenz ist schwach. Es gibt zwar einzelne Studien mit positiven Ergebnissen, aber insgesamt ist die Wirkung nicht überzeugend nachgewiesen.

Manche Studien zeigen Erfolgsquoten von 20-30% nach einem Jahr. Das klingt erst mal gut – bis du merkst, dass das ungefähr dem entspricht, was auch ohne Behandlung passiert (bei „kaltem Entzug“ schaffen es etwa 3-5%, mit Unterstützung steigt das).

Was mir geholfen hat, die Studien zu verstehen: Hypnose funktioniert nicht bei jedem gleich gut. Menschen, die grundsätzlich hypnotisierbar sind und der Methode vertrauen, haben bessere Chancen. Wer skeptisch reingeht, wird vermutlich enttäuscht.

Kosten und realistische Erwartungen

Eine Hypnosesitzung kostet zwischen 80 und 200 Euro. Manche Anbieter versprechen „Rauchfrei in einer Sitzung“ – das halte ich für unseriös. Seriöse Therapeuten planen meist 2-5 Sitzungen ein.

Gruppensitzungen sind günstiger (oft 50-100 Euro), aber auch weniger individuell. Audio-Programme kosten 10-50 Euro, haben aber nach meiner Einschätzung die geringste Wirkung.

Auch hier: Krankenkassen zahlen in der Regel nicht.

Direkter Vergleich: Akupunktur oder Hypnose?

Jetzt kommen wir zur Kernfrage: Wenn du dich zwischen Akupunktur oder Hypnose entscheiden müsstest – was wäre besser?

Die ehrliche Antwort: Keins von beiden ist wissenschaftlich besonders gut belegt. Aber es gibt Nuancen.

Studienlage im direkten Vergleich

Beide Methoden schneiden in hochwertigen Studien kaum besser ab als Placebo. Aber: Bei Hypnose gibt es immerhin einzelne Studien, die positive Effekte zeigen – gerade bei Personen, die hypnotisierbar sind. Bei Akupunktur ist selbst das seltener.

Das bedeutet nicht, dass Akupunktur grundsätzlich schlechter ist. Es heißt nur: Die Beweislage ist dünner.

Für wen eignet sich welche Methode?

Akupunktur könnte passen, wenn du:

  • körperliche Behandlungen magst
  • TCM-Methoden generell vertraust
  • eher skeptisch gegenüber „Kopfsache“ bist
  • bereits positive Erfahrungen mit Akupunktur gemacht hast

Hypnose könnte passen, wenn du:

  • offen für psychologische Ansätze bist
  • dir vorstellen kannst, dass dein Unterbewusstsein eine Rolle spielt
  • schon mal erfolgreich meditiert hast oder dich gut entspannen kannst
  • bereit bist, dich auf den Prozess einzulassen

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Beide Methoden sind teuer – und du trägst die Kosten selbst. Für das Geld bekommst du auch drei Monate Nikotinersatztherapie (die nachweislich wirksamer ist) oder einen professionellen Rauchentwöhnungskurs, der von der Krankenkasse bezuschusst wird.

Wenn Geld keine Rolle spielt: Probier aus, was dich mehr anspricht. Aber erwarte keine Wunder.

Was wirklich hilft: Bewährte Alternativen

Jetzt wird’s vielleicht unbequem – aber ich wäre nicht ehrlich, wenn ich dir nicht auch sagen würde: Es gibt Methoden, die deutlich besser funktionieren als Akupunktur oder Hypnose.

Nikotinersatztherapie: Die unterschätzte Lösung

Nikotinpflaster, Kaugummis, Sprays – all das wird oft belächelt. Dabei ist die Studienlage eindeutig: Nikotinersatzprodukte verdoppeln die Erfolgsquote verglichen mit einem Placebo. Das ist mehr, als Akupunktur oder Hypnose nachweisen können.

Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Nikotinkaugummi Dosierung.

Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für Raucher zum Aufhören, zuckerfrei, 105 Stück
71lYsyHfusL51s+4aMP6UL. SL100 611EJslaUyL. SL100
Nicorette

Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für Raucher zum Aufhören, zuckerfrei, 105 Stück

★★★★☆240 Bewertungen
Preis zuletzt geprüft: 3. März 2026

Verhaltenstherapie und Rauchentwöhnungskurse

Ein strukturierter Kurs – online oder vor Ort – kann enorm helfen. Du lernst, Trigger zu erkennen, Strategien zu entwickeln und bekommst Unterstützung in kritischen Momenten. Die meisten Krankenkassen bezuschussen solche Kurse.

Die Techniker Krankenkasse bietet zum Beispiel ein kostenloses Online-Programm an. Auch die DAK hat bewährte Kurse, bei denen du echte psychologische Begleitung bekommst.

Medikamentöse Unterstützung (nach ärztlicher Beratung)

Medikamente wie Vareniclin (Champix) oder Bupropion (Zyban) sind verschreibungspflichtig – die Verordnung erfolgt durch den Arzt. Diese Wirkstoffe greifen direkt in die Nikotinrezeptoren ein und können das Verlangen deutlich reduzieren.

Auch Cytisin (Asmoken) ist eine günstigere Alternative zu Champix – ebenfalls verschreibungspflichtig. Die Studienlage zu diesen Medikamenten ist deutlich robuster als bei alternativen Methoden.

Kombination mehrerer Methoden

Am erfolgreichsten sind oft Kombinationen: Nikotinersatz plus Verhaltenstherapie. Oder: Medikament plus regelmäßige ärztliche Begleitung. Wer nur auf eine einzige Methode setzt, hat es schwerer.

Das heißt nicht, dass du nicht trotzdem Akupunktur oder Hypnose ausprobieren kannst – aber eben als Ergänzung, nicht als alleinige Strategie.

Häufige Fehler bei der Methodenwahl

Nach allem, was ich gesehen und gehört habe, gibt es ein paar typische Denkfehler, die den Rauchstopp erschweren.

Die „eine Wundersitzung“-Illusion

Viele Anbieter werben damit: „Rauchfrei in nur einer Sitzung!“ Das ist unseriös. Selbst wenn es bei manchen funktioniert (meist durch starke Motivation, die sowieso schon da war), ist es keine realistische Erwartung für die Mehrheit.

Rauchen aufhören ist ein Prozess. Kein Schalter, den man umlegt.

Fehlende Nachbetreuung und Rückfallprävention

Eine Hypnosesitzung oder ein paar Akupunktur-Nadeln – und dann? Viele Anbieter lassen dich danach allein. Aber gerade in den ersten Wochen und Monaten brauchst du Strategien für kritische Momente.

Was mir geholfen hat zu verstehen: Der körperliche Entzug ist nach ein paar Tagen vorbei. Die psychische Abhängigkeit bleibt länger. Und dafür brauchst du mehr als nur eine Behandlung.

Unrealistische Erwartungen an alternative Methoden

Hand aufs Herz: Wenn Akupunktur oder Hypnose so zuverlässig funktionieren würden, wären sie längst Standard in der Suchtmedizin. Sind sie aber nicht. Das hat einen Grund.

Das heißt nicht, dass sie gar nicht helfen können. Aber sie sind keine Garantie. Und sie ersetzen nicht deine eigene Motivation und Veränderungsbereitschaft.

Praktische Tipps: So erhöhst du deine Erfolgschancen

Egal, ob du dich für Akupunktur, Hypnose oder eine andere Methode entscheidest – ein paar Dinge erhöhen deine Chancen grundsätzlich.

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend

Leg dir einen Plan zurecht. Wann hörst du auf? Wie gehst du mit Triggersituationen um? Was machst du, wenn das Verlangen kommt?

Beseitige alle Zigaretten aus deiner Wohnung. Sag deinem Umfeld Bescheid. Überlege dir Ablenkungsstrategien. Je besser du vorbereitet bist, desto größer die Chance, dass du durchhältst – egal welche Methode du wählst.

Unterstützung durch Familie und Freunde

Rauchstopp ist schwer genug. Mach es nicht allein. Sag den Menschen, die dir wichtig sind, was du vorhast. Bitte sie um Unterstützung. Manchmal hilft schon ein „Wie geht’s dir heute?“ in den ersten kritischen Tagen enorm.

Meide in den ersten Wochen Situationen, in der geraucht wird – soweit möglich. Das klingt hart, aber es funktioniert. Mehr zu diesem Thema findest du auch in unserem Artikel über Passivrauchen.

Realistische Ziele setzen

Du wirst Momente haben, in denen es schwer wird. Das ist normal. Rechne damit. Und wenn du an einem Tag nur „überlebt“ hast, ohne zu rauchen – dann ist das ein Erfolg.

Erwarte nicht, dass du von heute auf morgen entspannt und glücklich bist. Die ersten Wochen können anstrengend sein. Aber es wird besser. Lies dazu auch: Nikotinentzug Kopfschmerzen oder Nikotinentzug Aggressivität.

Plan B haben, wenn es nicht klappt

Was machst du, wenn die Akupunktur nicht hilft? Oder die Hypnose nicht anschlägt? Gib nicht auf. Versuch etwas anderes.

Viele Menschen brauchen mehrere Anläufe. Das ist keine Schande. Jeder Versuch bringt dich näher ans Ziel – weil du dazulernst.

NICORETTE Spray mit mint Geschmack – Rauchen aufhören mit Nikotinspray – 1 Spray ersetzt bis zu 150 Zigaretten – zur Raucherentwöhnung - 1x2 Stk.
71oyECQctaL714o1PJk AL. SL100 81PeqsigQIL. SL100
‎Nicorette

NICORETTE Spray mit mint Geschmack – Rauchen aufhören mit Nikotinspray – 1 Spray ersetzt bis zu 150 Zigaretten – zur Raucherentwöhnung - 1x2 Stk.

★★★★☆95 Bewertungen
Preis zuletzt geprüft: 3. März 2026

Wie du den richtigen Anbieter findest

Wenn du dich für Akupunktur oder Hypnose entscheidest, ist die Wahl des Anbieters entscheidend. Es gibt viele schwarze Schafe.

Qualifikationen und Zertifizierungen prüfen

Ein seriöser Akupunkteur hat eine fundierte Ausbildung – idealerweise mit medizinischem Hintergrund (Arzt, Heilpraktiker). Frag nach Zertifikaten und Ausbildungsnachweisen.

Bei Hypnose gilt: Such jemanden mit psychotherapeutischer Grundausbildung oder zumindest einer anerkannten Hypnose-Ausbildung (z.B. Milton-Erickson-Gesellschaft). Meide selbsternannte „Coaches“ ohne nachweisbare Qualifikation.

Erfahrungsberichte und Bewertungen

Schau dir an, was andere Klienten sagen. Aber Vorsicht: Online-Bewertungen können manipuliert sein. Verlass dich nicht nur darauf. Frag im Bekanntenkreis nach Empfehlungen.

Seriöse Anbieter haben keine Probleme damit, dir Referenzen zu nennen oder ein kostenloses Erstgespräch anzubieten. Wer sofort Geld will, ohne dass du Fragen stellen kannst – lieber Finger weg.

Mehr Einblicke gibt’s auch in unserem Artikel über Akupunktur Rauchen Erfahrungen.

Warnsignale unseriöser Angebote

Pass auf bei diesen roten Flaggen:

  • „100% Erfolgsgarantie“ – das kann niemand versprechen
  • „Rauchfrei in einer Sitzung ohne Entzug“ – unrealistisch
  • Extrem hohe Preise (über 500 Euro für eine Sitzung)
  • Keine klare Qualifikation erkennbar
  • Druck, sofort zu buchen („Nur heute dieser Preis!“)

Wenn dein Bauchgefühl sagt „Das klingt zu gut, um wahr zu sein“ – dann hör drauf.

Mein persönliches Fazit: Was ich empfehlen würde

Ich werde oft gefragt: „Karin, was würdest du denn empfehlen – Akupunktur oder Hypnose?“

Meine ehrliche Antwort: Keins von beiden als alleinige Methode. Die Studienlage ist einfach zu dünn. Wenn du aber unbedingt eine alternative Methode ausprobieren möchtest, würde ich eher zur Hypnose tendieren – zumindest gibt es da wenigstens einzelne positive Studien und einen nachvollziehbaren psychologischen Mechanismus.

Aber – und das ist wichtig – kombiniere es mit bewährten Methoden. Nutze Nikotinersatzprodukte. Mach einen Kurs. Hol dir professionelle Unterstützung. Mehr dazu auch in unserem Artikel Hausmittel bei Nikotinentzug.

Und wenn Akupunktur oder Hypnose dich motivieren, den Schritt endlich zu gehen – dann mach es. Manchmal ist der Placebo-Effekt genau das, was wir brauchen. Solange du nicht all dein Geld dafür ausgibst und danach enttäuscht aufgibst, wenn es nicht sofort klappt.

Was mir geholfen hat zu verstehen: Es gibt keinen einfachen Weg. Rauchen aufhören ist Arbeit. Aber es lohnt sich. Mehr als alles andere, was du für deine Gesundheit tun kannst. Infos zu den körperlichen Verbesserungen findest du auch in unseren Artikeln über Blutdruck nach Rauchstopp, Zahnfleisch Regeneration oder Potenz nach Rauchstopp.

Häufig gestellte Fragen

Ist Akupunktur oder Hypnose besser zum Rauchstopp?

Keine der beiden Methoden ist wissenschaftlich überzeugend belegt. Hypnose hat tendenziell eine etwas bessere Studienlage, aber auch hier ist die Evidenz schwach. Beide Methoden funktionieren vermutlich vor allem über Placebo-Effekte und persönliche Überzeugung. Bewährte Methoden wie Nikotinersatztherapie oder verhaltenstherapeutische Kurse haben deutlich robustere Erfolgsquoten.

Was kostet Akupunktur zur Rauchentwöhnung?

Eine Akupunktur-Sitzung kostet zwischen 30 und 80 Euro. Für einen kompletten Behandlungszyklus werden meist 5-10 Sitzungen empfohlen, was insgesamt 200-500 Euro bedeutet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, da Akupunktur zur Rauchentwöhnung nicht als medizinisch notwendige Leistung gilt.

Kann Hypnose wirklich helfen, mit dem Rauchen aufzuhören?

Hypnose kann bei manchen Menschen unterstützend wirken, besonders wenn sie hypnotisierbar sind und der Methode vertrauen. Die wissenschaftliche Evidenz ist aber begrenzt. Langfristige Erfolgsquoten liegen nach Studien bei etwa 20-30% nach einem Jahr – ähnlich wie bei anderen Methoden oder sogar bei Versuchen ohne professionelle Unterstützung. Hypnose sollte nicht als alleinige Methode, sondern als Ergänzung betrachtet werden.

Zahlt die Krankenkasse Akupunktur oder Hypnose zum Rauchstopp?

Nein, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel weder Akupunktur noch Hypnose zur Rauchentwöhnung. Manche Kassen bieten im Rahmen von Bonusprogrammen kleine Zuschüsse an – das musst du individuell bei deiner Kasse erfragen. Private Krankenkassen handhaben es unterschiedlich. Dagegen werden Rauchentwöhnungskurse und teilweise auch Nikotinersatzprodukte von vielen Kassen bezuschusst.

Wie viele Sitzungen Akupunktur oder Hypnose brauche ich?

Bei Akupunktur werden meist 5-10 Sitzungen über mehrere Wochen empfohlen. Bei Hypnose variiert es stark: Manche Anbieter versprechen Erfolg in einer Sitzung (meist unrealistisch), seriöse Therapeuten planen eher 2-5 Sitzungen ein. Wichtig ist aber: Auch nach den Sitzungen brauchst du Strategien für den Alltag und mögliche Rückfallprävention – die reine Behandlung reicht selten aus.

Gibt es Nebenwirkungen bei Akupunktur oder Hypnose?

Akupunktur ist bei fachgerechter Anwendung in der Regel nebenwirkungsarm. Mögliche Nebenwirkungen sind leichte Schmerzen an der Einstichstelle, kleine Blutergüsse oder kurzzeitige Kreislaufreaktionen. Bei Hypnose sind ernsthafte Nebenwirkungen sehr selten, manche Menschen fühlen sich nach der Sitzung müde oder desorientiert. Wichtig: Lass dich nur von qualifizierten Anbietern behandeln, um Risiken zu minimieren.

Fazit: Dein Weg zum Rauchstopp

Akupunktur oder Hypnose zum Rauchen aufhören – beide Methoden haben ihre Anhänger. Aber die wissenschaftliche Basis ist dünn. Wenn du eine davon ausprobieren möchtest, mach es als Ergänzung, nicht als alleinige Strategie.

Die Wahrheit ist: Es gibt keinen magischen Knopf. Rauchen aufhören erfordert Entschlossenheit, Vorbereitung und oft mehrere Anläufe. Aber es ist möglich. Und es lohnt sich.

Wenn ich das mit 58 geschafft habe, schaffst du das auch. Vielleicht brauchst du dafür Nikotinpflaster. Vielleicht einen guten Kurs. Vielleicht auch Akupunktur oder Hypnose, wenn es dir Mut macht. Wichtig ist: Fang an. Und gib nicht auf, wenn der erste Versuch nicht klappt.

Noch mehr Motivation? Schau dir an, wie viel Geld du sparst: Nichtraucher Geld sparen. Oder wie sich dein Stoffwechsel nach dem Rauchstopp verändert.

Du schaffst das. Ich glaube an dich.

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.
Über den Autor

Dr. med. Rudolf Lubek
Medizinische Beratung

Dr. med. Rudolf Lubek

Dr. med. Rudolf Lubek ist Facharzt für Innere Medizin. Seit vielen Jahren begleitet er Patienten auf dem Weg zum Nichtraucher und kennt sowohl die aktuelle Studienlage als auch die Herausforderungen im Praxisalltag.

Nicorette 4 mg Nikotinkaugummi whitemint für Raucher zum Aufhören, zuckerfrei, 105 Stück
€27,87
Preis prüfen →