Vitamine nach Rauchstopp: Was dein Körper jetzt braucht

Vitamine nach Rauchstopp: Was dein Körper jetzt braucht

Von Dr. med. Rudolf Lubek 16 Min. Lesezeit
Kurz-Fazit

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Titel: Vitamine nach Rauchstopp: Was dein Körper jetzt braucht

Viele Menschen berichten in ärztlichen Sprechstunden nach dem Rauchstopp von Müdigkeit und fragen sich, ob dies an fehlendem Nikotin liegt. Nein, nicht direkt. Oft liegt es an einem Defizit, das über Jahre entstanden ist.

Wenn du mit dem Rauchen aufhörst, startet dein Körper einen enormen Regenerationsprozess. Die gute Nachricht: Du kannst ihn dabei gezielt unterstützen. Medizinisch gesehen gibt es einige Mikronährstoffe, die nach dem Rauchstopp besonders wichtig sind. Manche davon waren jahrelang im Mangel, ohne dass du es gemerkt hast.

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche Vitamine nach dem Rauchstopp wirklich eine Rolle spielen und wie du deinen Körper optimal bei der Erholung unterstützt. Keine Wundermittel, sondern fundiertes medizinisches Wissen.

Warum Rauchen deinen Vitaminhaushalt belastet hat

Jede Zigarette enthält über 4.000 chemische Substanzen (Quelle: BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Viele davon erzeugen im Körper oxidativen Stress. Was bedeutet das konkret für dich? Dein Körper muss ständig freie Radikale abwehren – und das kostet Ressourcen.

Der permanente Vitaminverbrauch durch Zigarettenrauch

Besonders Vitamin C wird massiv verbraucht. Laut einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben Raucher einen um etwa 40 Prozent höheren Vitamin-C-Bedarf als Nichtraucher. Das liegt daran, dass das Vitamin als Antioxidans die Schäden durch Zigarettenrauch abfangen muss. Tag für Tag.

Aber nicht nur Vitamin C ist betroffen. Auch B-Vitamine, Vitamin E und verschiedene Spurenelemente werden schneller verbraucht oder schlechter aufgenommen. Dein Körper läuft also seit Jahren im Defizit-Modus – selbst wenn du dich ausgewogen ernährt hast.

Aufnahmestörungen im Verdauungstrakt

Rauchen schädigt die Darmschleimhaut. Das führt dazu, dass selbst bei guter Ernährung weniger Nährstoffe ankommen. Nach dem Rauchstopp normalisiert sich das schrittweise – aber es braucht Zeit und die richtigen Vitalstoffe.

Die Regeneration deiner Schleimhäute beginnt bereits nach wenigen Tagen. Doch bis alle Strukturen wiederhergestellt sind, können Wochen oder Monate vergehen. In dieser Phase ist eine gezielte Versorgung besonders sinnvoll.

Vitamin C: Der wichtigste Helfer nach dem Rauchstopp

Wenn man eine einzige Empfehlung aussprechen müsste, wäre es Vitamin C. Es ist der Klassiker unter den Antioxidantien und nach dem Rauchstopp dringend nötig.

Wie Vitamin C deine Regeneration beschleunigt

Vitamin C schützt deine Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt die Kollagenbildung. Das ist wichtig für die Heilung deiner Gefäßwände, der Lungenbläschen und der Hautstruktur. Alles Bereiche, die durch das Rauchen gelitten haben.

Medizinisch gesehen wird Ex-Rauchern in den ersten Wochen etwa 200 bis 500 Milligramm Vitamin C täglich empfohlen – das ist deutlich mehr als die übliche Empfehlung für Nichtraucher. Dein Körper kann den Überschuss problemlos ausscheiden, aber er braucht ihn jetzt wirklich.

Natürliche Quellen vs. Nahrungsergänzung

Du kannst deinen Bedarf über Lebensmittel decken: Paprika, Brokkoli, Kiwi, Zitrusfrüchte. Wenn du täglich zwei Paprika oder drei Orangen isst, kommst du auf gute Werte. Ehrlich gesagt schaffen das aber die wenigsten kontinuierlich.

Eine Supplementierung ist daher in den ersten Monaten oft sinnvoll. Achte auf Vitamin C in Kombination mit Bioflavonoiden – die verbessern die Aufnahme. Von Megadosen wird abgeraten (alles über 1.000 mg pro Tag) – das bringt keinen zusätzlichen Nutzen und kann bei manchen zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

B-Vitamine: Energie und starke Nerven

Viele frisch gebackene Nichtraucher berichten von Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Das hat oft mit einem B-Vitamin-Mangel zu tun, der sich über Jahre aufgebaut hat.

B12, B6 und Folsäure im Zusammenspiel

Diese drei arbeiten als Team. Vitamin B12 ist wichtig für deine Nervenfunktion und Blutbildung. B6 unterstützt deinen Energiestoffwechsel und hilft bei der Neurotransmitter-Bildung – also den Botenstoffen in deinem Gehirn. Folsäure (B9) ist entscheidend für die Zellteilung und Regeneration.

Nach dem Rauchstopp bei Depression sind B-Vitamine besonders wichtig, da sie die Produktion von Serotonin unterstützen. Das erklärt, warum manche Menschen nach dem Aufhören zunächst verstärkt mit Stimmungsschwankungen kämpfen.

Wo du B-Vitamine findest

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Eier, mageres Fleisch und Fisch sind gute Quellen. B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor – wenn du dich vegan ernährst, solltest du es auf jeden Fall supplementieren.

Ein B-Komplex-Präparat kann in den ersten drei Monaten sinnvoll sein. Danach reicht bei ausgewogener Ernährung meist die natürliche Zufuhr.

Antioxidantien: Vitamin E und Selen

Neben Vitamin C gibt es weitere wichtige Radikalfänger, die deinem Körper jetzt helfen.

Vitamin E schützt deine Zellmembranen

Vitamin E ist fettlöslich und schützt vor allem die Membranen deiner Zellen. Rauchen hat diese über Jahre angegriffen – besonders in der Lunge. Die gute Nachricht: Vitamin E kann diese Schäden begrenzen und die Regeneration fördern.

Du findest es in Nüssen, Samen, Pflanzenölen und Vollkornprodukten. Eine Handvoll Mandeln täglich deckt schon einen Großteil deines Bedarfs. Bei Supplementen wird zur natürlichen Form (D-alpha-Tocopherol) statt synthetischem Vitamin E geraten – das kann dein Körper besser verwerten.

Selen: Das unterschätzte Spurenelement

Selen aktiviert wichtige Enzyme in deinem Immunsystem und arbeitet eng mit Vitamin E zusammen. Viele Böden in Europa sind selenarm – entsprechend enthalten unsere Lebensmittel oft zu wenig davon.

Paranüsse sind wahre Selen-Bomben. Zwei bis drei Stück täglich reichen völlig aus. Alternativ findest du Selen in Fisch, Eiern und Fleisch. Eine Überdosierung solltest du vermeiden – mehr als 200 Mikrogramm täglich über längere Zeit können problematisch sein.

Zink und Magnesium: Für Immunsystem und Entspannung

Diese beiden Mineralstoffe werden oft übersehen, sind aber nach dem Rauchstopp besonders wichtig.

Zink stärkt deine Abwehrkräfte

Rauchen schwächt dein Immunsystem. Zink hilft, es wieder aufzubauen. Es ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und unterstützt die Wundheilung – wichtig für die Regeneration deiner Atemwege.

Gute Zinkquellen sind Rindfleisch, Austern, Kürbiskerne und Haferflocken. Bei Vegetariern ist ein leichter Zinkmangel häufig, da pflanzliches Zink schlechter verfügbar ist. Phytinsäure aus Getreide hemmt die Aufnahme zusätzlich.

Magnesium gegen Stress und Unruhe

Viele Ex-Raucher leiden unter innerer Unruhe und Schlafproblemen beim Rauchstopp. Magnesium kann hier helfen. Es entspannt deine Muskulatur und beruhigt das Nervensystem.

Du findest Magnesium in Nüssen, Samen, Vollkorn, grünem Gemüse und Hülsenfrüchten. Ein abendliches Magnesium-Supplement (300-400 mg) kann den Schlaf verbessern – nimm es aber nicht zusammen mit Zink, da sich beide gegenseitig in der Aufnahme behindern.

Omega-3-Fettsäuren: Entzündungshemmung von innen

Nicht alle wichtigen Nährstoffe sind Vitamine. Omega-3-Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle bei der Regeneration nach dem Rauchstopp.

Wie Omega-3 deine Lungenfunktion verbessert

Rauchen löst chronische Entzündungsprozesse in deinem Körper aus. EPA und DHA – die beiden wichtigsten Omega-3-Fettsäuren – wirken genau dem entgegen. Sie reduzieren Entzündungsmarker und unterstützen die Heilung deiner Atemwege.

Laut einer Cochrane-Analyse können Omega-3-Fettsäuren die Lungenfunktion unterstützen und können das Risiko für chronische Atemwegserkrankungen senken. Gerade wenn du jahrelang geraucht hast, ist das eine wertvolle Unterstützung.

Fettreicher Fisch oder Supplements?

Ideal sind zwei bis drei Portionen fetter Seefisch pro Woche: Lachs, Makrele, Hering, Sardinen. Wenn du das nicht schaffst oder keinen Fisch magst, sind hochwertige Fischöl-Kapseln eine gute Alternative. Achte auf Reinheit und Frische – ranziges Omega-3 schadet mehr als es nutzt.

Für Veganer gibt es Algenöl als pflanzliche DHA-Quelle. Leinöl enthält zwar Alpha-Linolensäure (ALA), aber laut Studien wandelt dein Körper davon nur etwa 5 Prozent in das wichtige EPA und DHA um.

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Häufige Fehler bei der Vitamineinnahme

Bei der Vitamineinnahme gibt es einige häufige Stolperfallen, die man kennen sollte: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

Zu viel auf einmal

Manche meinen es zu gut und werfen mehrere hochdosierte Präparate gleichzeitig ein. Das Problem: Viele Vitamine und Mineralstoffe behindern sich gegenseitig bei der Aufnahme. Calcium und Eisen beispielsweise sollten nie zusammen eingenommen werden.

Empfohlen wird: Verteile deine Supplements über den Tag. Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) am besten zu einer Mahlzeit mit etwas Fett. Wasserlösliche (C, B-Vitamine) kannst du unabhängig von Mahlzeiten nehmen. Magnesium abends, Eisen morgens auf nüchternen Magen.

Die Basis vergessen: Eine ausgewogene Ernährung

Supplements sind kein Ersatz für schlechte Ernährung. Es wird häufig beobachtet: Leute nehmen teure Vitaminpräparate und ernähren sich trotzdem hauptsächlich von Fast Food. Das funktioniert nicht.

Echte Lebensmittel enthalten Hunderte von sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen, die in keiner Kapsel stecken. Diese arbeiten synergistisch zusammen. Eine Pille ersetzt nie eine bunte Gemüsepfanne oder einen frischen Salat.

Blindes Supplementieren ohne Kontrolle

Einige Vitamine und Mineralstoffe können in hohen Dosen schaden. Vitamin A beispielsweise oder Selen. Es wird empfohlen: Lass bei Unsicherheit ein großes Blutbild mit Vitamin-Status machen, bevor du hochdosiert supplementierst.

Das kostet zwar etwas, gibt dir aber Sicherheit. Besonders die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K reichern sich im Körper an – hier ist Vorsicht geboten.

Praktische Ernährungstipps für die ersten Wochen

Theorie ist schön, aber wie setzt du das im Alltag um? Hier ein paar konkrete Ideen, die sich bewährt haben.

Der perfekte Frühstücksstart

Haferflocken mit Beeren, Nüssen und einem Esslöffel Leinsamen versorgen dich mit B-Vitaminen, Magnesium, Zink und Omega-3. Dazu ein Glas frisch gepresster Orangensaft für Vitamin C. Klingt aufwändig? Dauert fünf Minuten.

Wer es herzhaft mag: Vollkornbrot mit Avocado, Ei und Tomatenscheiben. Das liefert Vitamin E, B12 und gesunde Fette. Dazu etwas Paprika – schon hast du eine Ladung Vitamin C.

Snacks die wirklich helfen

Der Heißhunger nach dem Rauchstopp ist real. Statt zur Chips-Tüte zu greifen: Eine Handvoll Nüsse liefert Magnesium, Zink und Vitamin E. Karotten mit Hummus bringen Vitamin A und B-Vitamine. Beeren als süße Alternative stecken voller Antioxidantien.

Viele greifen zur Zigarette aus Gewohnheit – beim Kaffee, nach dem Essen. Ersetze dieses Ritual durch einen bewussten Vitamin-Snack. Das hilft nicht nur deinem Körper, sondern auch deinem Kopf.

Das Mittagessen als Nährstoff-Boost

Ein bunter Salat mit verschiedenen Gemüsesorten, dazu eine Portion Lachs oder Hühnchen und ein gutes Olivenöl als Dressing – das ist ein Vitamin-Kraftpaket. Gemüse in allen Farben bedeutet verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.

Wenn es schnell gehen muss: Selbstgemachte Gemüsesuppen lassen sich gut vorbereiten und einfrieren. Mit Vollkornbrot und etwas Käse hast du eine vollwertige Mahlzeit.

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Diese Frage wird häufig gestellt. Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an.

Diese Situationen sprechen für Supplements

Du hast über viele Jahre stark geraucht (mehr als eine Schachtel täglich). Deine Ernährung war in den letzten Jahren nicht optimal. Du hast bereits Mangelerscheinungen wie Müdigkeit, brüchige Nägel oder häufige Infekte. In diesen Fällen ist eine zeitweise Supplementierung sinnvoll.

Auch bestimmte Lebensumstände wie hohes Alter, Schwangerschaft, chronische Erkrankungen oder vegane Ernährung erhöhen den Bedarf. Dann sind Supplements keine Luxus, sondern notwendig.

Qualität erkennen und richtig dosieren

Nicht jedes Präparat ist sein Geld wert. Achte auf Zertifizierungen, bioaktive Formen (z.B. Methylcobalamin bei B12 statt Cyanocobalamin) und realistische Dosierungen. 5.000 Prozent der Tagesdosis bei B12? Unnötig und teuer.

Experten empfehlen: Ein gutes Multivitamin-Präparat mit moderaten Dosierungen kann für die meisten Ex-Raucher in den ersten drei Monaten sinnvoll sein. Ergänzt durch Omega-3, wenn du keinen Fisch isst. Mehr braucht es oft nicht.

Die zeitliche Begrenzung beachten

Supplements sind nach dem Rauchstopp eine Überbrückung, kein Dauerzustand. Nach etwa drei bis sechs Monaten sollte eine ausgewogene Ernährung den Großteil deines Bedarfs decken. Ausnahmen: Vitamin D im Winter, B12 bei veganer Ernährung, eventuell Omega-3.

Was das für dich bedeutet: Investiere diese Zeit auch in eine nachhaltige Ernährungsumstellung. Lerne neue Rezepte, entdecke Gemüsesorten, probiere aus. Das zahlt sich langfristig mehr aus als jede Pille.

Der Zusammenhang zwischen Vitaminen und Entzugssymptomen

Ein guter Mikronährstoff-Status kann Entzugssymptome tatsächlich mildern. Das ist nicht nur Theorie.

Wie Vitamine deine Stimmung beeinflussen

B-Vitamine und Magnesium sind direkt an der Produktion von Neurotransmittern beteiligt – also den Botenstoffen, die deine Stimmung regulieren. Ein Mangel kann Reizbarkeit, Ängstlichkeit und depressive Verstimmungen verstärken.

Medizinisch gesehen laufen während des Nikotinentzugs in Woche 1 bis 4 massive Umbauprozesse in deinem Gehirn ab. Dein Körper muss lernen, wieder selbst ausreichend Dopamin zu produzieren. Die richtigen Nährstoffe unterstützen diesen Prozess.

Energie-Level stabilisieren

Die typische Müdigkeit nach dem Rauchstopp hat mehrere Ursachen. Eine davon ist die jahrelange Stimulation durch Nikotin, an die sich dein Körper gewöhnt hat. B-Vitamine, Eisen und Magnesium helfen, deinen natürlichen Energiestoffwechsel wieder anzukurbeln.

Auch ausreichend Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme – wichtig, wenn du zu den Menschen gehörst, die nach dem Rauchstopp besonders müde sind.

Schlaf verbessern durch die richtige Versorgung

Magnesium am Abend, ausreichend B6 tagsüber, keine Stimulanzien – diese Kombination kann deinen Schlaf deutlich verbessern. Viele Ex-Raucher unterschätzen, wie wichtig guter Schlaf für die Regeneration ist.

Wenn du abends nicht einschlafen kannst, wird empfohlen: Probiere ein warmes Bad mit Magnesiumsalz. Das kann Körper und Geist entspannen und führt dem Körper zusätzlich Magnesium über die Haut zu.

Spezialfälle: Wenn du besondere Bedürfnisse hast

Nicht jeder Ex-Raucher hat die gleichen Voraussetzungen. Manche Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Schwangere und stillende Frauen

Wenn du schwanger bist oder stillst und gerade mit dem Rauchen aufhörst – Gratulation zu beiden Entscheidungen! Dein Vitamin-Bedarf ist jetzt noch höher als ohnehin schon. Folsäure ist hier besonders wichtig, aber auch Jod, Eisen und Omega-3.

Besprich deine Supplementierung unbedingt mit deinem Gynäkologen. Die meisten Schwangerschaftsvitamine sind gut zusammengestellt, reichen aber nach jahrelangem Rauchen manchmal nicht aus.

Chronische Erkrankungen

Wenn du COPD, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hast, ist eine gute Mikronährstoff-Versorgung besonders wichtig. Gerade bei COPD kann Vitamin D zusätzlich zu den üblichen Vitaminen sinnvoll sein – allerdings nur nach ärztlicher Kontrolle des Spiegels.

Wer nach einem Herzinfarkt das Rauchen aufhört, profitiert besonders von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E. Aber auch hier: Sprich vorher mit deinem Kardiologen, besonders wenn du blutverdünnende Medikamente nimmst.

Höheres Alter

Ab 50 Jahren nimmt die Aufnahmefähigkeit von B12 ab. Gleichzeitig ist der Bedarf nicht geringer. Wenn du in diesem Alter mit dem Rauchen aufhörst, solltest du B12 auf jeden Fall supplementieren – am besten als Sublingualtablette, die direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.

Auch Vitamin D ist im Alter oft im Mangel. Ein Check beim Hausarzt ist hier sinnvoll.

Langfristige Ernährungsstrategien für Ex-Raucher

Die ersten Wochen sind geschafft. Jetzt geht es darum, langfristig gesund zu bleiben.

Antioxidantien-reiche Ernährung als Basis

Auch wenn du nicht mehr rauchst, profitierst du von einer antioxidantien-reichen Ernährung. Das bedeutet: Viel buntes Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Nüsse, hochwertige Öle. Diese Lebensmittel schützen deine Zellen und unterstützen die langfristige Regeneration.

Eine einfache Regel: Je bunter dein Teller, desto besser. Rote Paprika, grüner Spinat, orange Karotten, violetter Rotkohl – jede Farbe steht für andere sekundäre Pflanzenstoffe.

Proteine für den Muskelaufbau

Viele Ex-Raucher nehmen zu, weil sie aus Frust oder Gewohnheit mehr essen. Eine eiweißreiche Ernährung sättigt länger und unterstützt den Muskelaufbau – besonders wenn du Sport treibst, um das Rauchverlangen zu bekämpfen.

Mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Milchprodukte – versuche, zu jeder Mahlzeit eine gute Eiweißquelle zu haben. Das stabilisiert deinen Blutzucker und verhindert Heißhungerattacken.

Genug trinken nicht vergessen

Wasser hilft bei der Entgiftung und unterstützt die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Mindestens zwei Liter täglich sollten es sein, bei körperlicher Aktivität mehr. Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte sind Abwechslung.

Ein Trick: Trink ein großes Glas Wasser, wenn du Lust auf eine Zigarette hast. Das überbrückt das Verlangen und tut gleichzeitig etwas Gutes für deinen Körper.

Häufig gestellte Fragen

Welches Vitamin ist nach dem Rauchstopp am wichtigsten?

Vitamin C steht an erster Stelle. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben Raucher einen um etwa 40 Prozent erhöhten Bedarf, und auch nach dem Rauchstopp braucht dein Körper für die Regeneration mehr Vitamin C als Nichtraucher. Es schützt deine Zellen und unterstützt die Heilung geschädigter Gewebe. In den ersten Wochen sind 200-500 mg täglich sinnvoll, entweder über Lebensmittel wie Paprika und Zitrusfrüchte oder als Supplement.

Wie lange sollte ich nach dem Rauchstopp Vitamine einnehmen?

Die intensive Phase der Supplementierung dauert idealerweise drei bis sechs Monate. In dieser Zeit regeneriert sich dein Körper am stärksten und hat einen erhöhten Bedarf. Danach sollte eine ausgewogene Ernährung den Großteil abdecken. Ausnahmen sind Vitamin D im Winter, B12 bei veganer Ernährung und eventuell Omega-3, wenn du keinen Fisch isst. Ein Bluttest nach drei Monaten gibt dir Sicherheit über deinen Status.

Können Vitamine Entzugssymptome lindern?

Ja, indirekt schon. B-Vitamine und Magnesium sind an der Produktion von Neurotransmittern beteiligt und können Reizbarkeit, Ängstlichkeit und Stimmungsschwankungen mildern. Sie ersetzen nicht die Nikotinentwöhnung selbst, aber sie unterstützen deinen Körper dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Besonders bei Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und innerer Unruhe können die richtigen Mikronährstoffe spürbar helfen.

Reicht eine ausgewogene Ernährung oder brauche ich Supplements?

Das kommt auf deine individuelle Situation an. Wenn du jahrelang stark geraucht hast, ist ein zeitweises Supplement in den ersten Monaten sinnvoll, da sich über Jahre Defizite aufgebaut haben. Bei kürzerer Rauchhistorie oder wenn du bereits gut isst, kann eine nährstoffreiche Ernährung ausreichen. Im Zweifel hilft ein Bluttest beim Hausarzt, Klarheit zu schaffen. Langfristig sollte die Ernährung immer die Basis sein.

Welche Lebensmittel unterstützen die Regeneration am besten?

Antioxidantien-reiche Lebensmittel stehen an erster Stelle: Buntes Gemüse (Paprika, Brokkoli, Spinat), Beeren, Nüsse und Samen. Fetter Seefisch liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren für die Entzündungshemmung. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte versorgen dich mit B-Vitaminen und Magnesium. Eine Faustregel: Je vielfältiger und bunter dein Speiseplan, desto besser für deine Regeneration nach dem Rauchstopp.

Kann man durch Vitamine nach dem Rauchstopp zunehmen?

Vitamine selbst enthalten praktisch keine Kalorien und führen nicht zu Gewichtszunahme. Allerdings verbessert sich dein Geschmackssinn nach dem Rauchstopp, und viele essen dann mehr oder genussorientierter. Wenn du parallel deine Ern

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.
Dr. med. Rudolf Lubek
Über den Autor

Dr. med. Rudolf Lubek

Dr. med. Rudolf Lubek ist Facharzt für Innere Medizin. Seit vielen Jahren begleitet er Patienten auf dem Weg zum Nichtraucher und kennt sowohl die aktuelle Studienlage als auch die Herausforderungen im Praxisalltag.

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