E-Zigarette zum Rauchen aufhören: Meine ehrliche Einschätzung
Kurz-Fazit

E Zigarette Starter Set ist unser Redaktionstipp

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E Zigarette Starter Set
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Zwei Jahre E-Zigarette statt Tabak. Kein Rauch, keine stinkenden Klamotten, trotzdem der Kick. Klingt perfekt, oder? Spoiler: Am Ende greifen viele trotzdem zu Nikotinpflastern gegriffen, um wirklich aufzuhören.

Die E-Zigarette als Ausstiegshilfe ist ein Thema, bei dem die Meinungen krass auseinandergehen. Aus zahlreichen Erfahrungsberichten und Studien zeigt sich klar, wo die Vorteile liegen – und wo die Fallen lauern. Und die Fallen sind größer als die meisten denken.

Was die E-Zigarette wirklich kann – und was nicht

E-Zigaretten verdampfen eine nikotinhaltige Flüssigkeit statt Tabak zu verbrennen. Laut der WHO schätzen einige Gesundheitsbehörden E-Zigaretten als deutlich weniger schädlich ein als Tabakzigaretten. Diese Einschätzung wird von deutschen Behörden wie dem BfR und dem DKFZ allerdings differenzierter bewertet. Aber weniger schädlich heißt nicht harmlos – und genau diese Verwechslung wird zum Problem.

Eine große britische Studie zeigt: 18 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer waren nach einem Jahr rauchfrei – im Vergleich zu 10 Prozent bei klassischer Nikotinersatztherapie. Klingt erst mal gut. Das Problem: Die meisten steigen um, ohne jemals ganz aufzuhören. Die Nikotinabhängigkeit bleibt bestehen.

Beim Rauchen nimmst du neben Nikotin über 7.000 chemische Verbindungen auf, davon mindestens 250 giftig und 90 krebserregend. Beim Dampfen sind es deutlich weniger Schadstoffe. Aber du atmest trotzdem Propylenglykol, Glycerin, Aromastoffe und je nach Liquid verschiedene Zusatzstoffe ein.

Die Langzeitfolgen? Nach nur 15 Jahren Forschung kennen wir die ehrlich gesagt noch nicht komplett. Erste Studien zeigen bereits Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, auch wenn die Schädigung deutlich geringer ist als beim Rauchen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor allem vor hochdosiertem Nikotin und bestimmten Aromastoffen.

Wichtig: E-Zigaretten sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zur Rauchentwöhnung zugelassen.

Zwei Jahre dampfen – und was schiefgehen kann

Der Umstieg auf die E-Zigarette passiert oft ungeplant. Ein Kumpel meint: „Probier mal, ist wie Rauchen, nur ohne Gestank.“ Viele kaufen sich ein Einsteiger-Set, 18 mg/ml Nikotin, Tabakgeschmack. Die ersten drei Tage sind komisch – das Gefühl ist anders, der Geschmack auch. Aber nach einer Woche vermissen die meisten keine normale Zigarette mehr.

Die ersten Monate waren ehrlich gesagt super. Keine Kippen mehr, bessere Luft beim Treppensteigen, kein Gestank in der Wohnung. Viele Umsteiger denken: Problem gelöst. Endlich Nichtraucher. Falsch gedacht.

Man ist kein Nichtraucher. Man ist Dampfer. Und das ist ein gewaltiger Unterschied. Die Nikotinabhängigkeit bleibt zu 100 Prozent bestehen. Das Gehirn schreit nach wie vor alle 90 Minuten nach der nächsten Dosis.

Dann fällt vielen etwas auf: Sie dampfen deutlich mehr als sie vorher geraucht haben. Weil es nicht stinkt. Weil es weniger schädlich ist. Weil es in der Wohnung erlaubt ist. Weil man auch beim Autofahren dampfen kann, beim Fernsehen, beim Arbeiten am Schreibtisch.

Am Ende nehmen viele wahrscheinlich mehr Nikotin zu sich als vorher mit den Zigaretten. Die Sucht war nicht weg – sie hatte nur eine neue, bequemere Form angenommen. Und genau das ist die Krux an der Sache.

Der größte Fehler: Umstieg ohne Ausstiegsplan

Hier liegt das Kernproblem vieler Dampfer: Sie steigen um, aber sie steigen nicht aus. Die E-Zigarette wird zur Dauerlösung statt zur Brücke. Viele planen nie konkret, wann und wie sie das Nikotin komplett loswerden wollen. Viele denken, das ergibt sich von selbst. Tut es nicht.

Laut Daten der BZgA zum Rauchen und Nikotinabhängigkeit zeigen Studien aus Großbritannien: Etwa 40 Prozent der Menschen, die zur E-Zigarette greifen, nutzen sie parallel zu normalen Zigaretten – sogenanntes Dual Use. Sie rauchen weniger, aber hören nicht auf. Weitere 40 Prozent steigen komplett um, bleiben aber jahrelang beim Dampfen. Nur ein kleiner Teil nutzt die E-Zigarette wirklich als zeitlich begrenzte Ausstiegshilfe.

Bei vielen kommt nach etwa einem Jahr die Erkenntnis: Will man wirklich sein Leben lang von einem Gerät abhängig sein? Nicht vom Glimmstängel, aber auch nicht von der E-Zigarette. Das Ritual war immer noch da, die Nikotinabhängigkeit sowieso. Man hat dann nur die Liefermethode geändert.

Was oft fehlt, ist ein konkreter Plan. Keine vagen Absichten wie „irgendwann höre ich ganz auf“, sondern ein fester Zeitrahmen mit klaren Schritten. Ohne diesen Plan schwimmst du einfach weiter in deiner Nikotinsucht – nur mit einem anderen Gerät in der Hand.

Die typischen Fallen beim Dampfen

Falle Nummer eins: Die niedrigere Hemmschwelle. Weil Dampfen in vielen Situationen erlaubt ist, wo Rauchen verboten wäre, greift man öfter zu. Du dampfst nebenbei beim Arbeiten, beim Kochen, beim Lesen. Der Konsum steigt schleichend, ohne dass du es wirklich merkst.

Typisch: Man fängt an, beim Arbeiten am Laptop permanent zu dampfen. Alle paar Minuten ein Zug. Bei Zigaretten ging das nicht – die musste man bewusst rauchen, draußen auf dem Balkon. Beim Dampfen fällt diese natürliche Bremse komplett weg.

Falle Nummer zwei: Die Nikotinstärke nicht reduzieren. Wer es richtig macht, braucht einen klaren Plan: Nikotinstärke alle paar Wochen runter, von 18 mg/ml auf 12, dann 6, dann 3, dann null. In sechs Monaten komplett raus. Aber die meisten machen das nicht – sie bleiben bei ihrer gewohnten Stärke hängen, weil es ja „funktioniert“.

Viele Dampfer bleiben jahrelang bei 12 mg/ml. Keine Reduktion, kein Plan, keine Veränderung. Einfach nur Status quo. Das ist, als würdest du auf dem Weg zum Gipfel im Basislager stehenbleiben und behaupten, du hättest den Berg bestiegen.

Falle Nummer drei: Die falschen Produkte. Einweg-E-Zigaretten wie Elf Bar sind für einen Rauchstopp wenig geeignet. Sie kosten auf Dauer oft mehr als herkömmliche Zigaretten, der Nikotingehalt ist häufig hoch (bis zu 20 mg/ml), und die Stärke lässt sich nicht anpassen.

Die Dinger sind fürs schnelle Dampfen zwischendurch gemacht – nicht zum Aufhören. Außerdem eine Umweltkatastrophe mit eingebauten Lithium-Akkus, die im Müll landen. In Deutschland werden jährlich geschätzt 40 Millionen Einweg-E-Zigaretten weggeworfen. Das sind 40 Millionen Akkus, die eigentlich recycelt werden müssten.

Wenn du es trotzdem mit der E-Zigarette probieren willst: So geht’s richtig

Die E-Zigarette kann eine gute Brücke sein – aber nur wenn du sie zeitlich begrenzt nutzt und die Nikotinstärke konsequent runterfährst. Hier ist der Plan, den man sich von Anfang an machen sollte:

Phase 1 (Woche 1-4): Kompletter Umstieg auf eine vernünftige E-Zigarette mit nachfüllbarem Tank. Start mit einer Nikotinstärke, die deinem aktuellen Zigarettenkonsum entspricht. Bei einer Schachtel am Tag etwa 18 mg/ml, bei weniger Konsum 12 mg/ml. Wichtig: Keine Einweg-Dinger – die sind teuer, umweltschädlich und du kannst die Nikotinstärke nicht anpassen.

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Vernünftiges Einsteiger-Set mit nachfüllbarem Tank – keine Wegwerf-E-Zigarette. Für den gezielten Umstieg.

Preis zuletzt geprüft: 3. März 2026

In dieser Phase gilt: Kein Gramm Tabak mehr. Wenn du rauchst UND dampfst, wird’s nichts. Entweder oder. Wirf die Feuerzeuge weg, verschenk die angebrochene Packung, meide die Tankstelle. Konzentrier dich komplett aufs Dampfen.

Diese ersten vier Wochen sind entscheidend. Hier stellst du die Weichen. Mach dir bewusst, dass du nicht „auf E-Zigarette umsteigst“, sondern dass du eine zeitlich begrenzte Brücke nutzt, um rauszukommen. Der Unterschied in der Einstellung ist riesig.

Phase 2 (Woche 5-8): Runter auf 12 mg/ml Nikotin. Gleichzeitig: Bewusst nur noch an festen Orten dampfen. Nicht mehr nebenbei beim Autofahren, nicht beim Fernsehen, nicht beim Arbeiten. Behandle die E-Zigarette wie eine Zigarette – als bewusste Pause.

Hier baust du die psychologischen Muster ab. Das ständige Nebenbei-Dampfen ist Gift für jeden Ausstiegsversuch. Schaff dir feste Dampf-Zeiten: nach dem Essen, nach dem Aufstehen, in der Mittagspause. Aber nicht mehr diese Dauer-Dampferei, die sich über den ganzen Tag zieht.

Phase 3 (Woche 9-12): Reduzierung auf 6 mg/ml. Jetzt merkst du langsam, wie die körperliche Abhängigkeit nachlässt. Die Entzugssymptome sollten minimal sein, weil du schrittweise runtergehst. Anzahl der Dampf-Sessions weiter begrenzen – maximal alle zwei Stunden.

Hier kommt bei vielen der Aha-Moment: Das Nikotin wird weniger wichtig. Die Gewohnheit ist noch da, klar. Aber der körperliche Zwang lässt nach. Das ist der Punkt, an dem du merkst: Es geht tatsächlich bergab mit der Sucht.

Phase 4 (Woche 13-16): 3 mg/ml oder direkt nikotinfreies Liquid. Hier wird’s psychologisch spannend. Du merkst: Das Nikotin fehlt kaum noch, aber das Ritual will bleiben. Gut zu wissen: Jetzt hast du hauptsächlich die Verhaltensabhängigkeit, nicht mehr die körperliche.

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Langfristig günstiger und du kannst Liquidstärke und Geschmack selbst wählen. Für den geplanten Ausstieg.

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Manche Leute bleiben eine Weile bei nikotinfreiem Liquid, um das Ritual langsam ausklingen zu lassen. Kann funktionieren, birgt aber die Gefahr, dass du ewig weiterdampfst „weil’s ja kein Nikotin mehr ist“. Besser: Auch diese Phase zeitlich begrenzen.

Phase 5 (ab Woche 17): Komplett aufhören. Die E-Zigarette verschenken, Liquid entsorgen, fertig. An diesem Punkt bist du schon nikotinfrei – du musst nur noch das Gerät weglegen. Das ist psychologisch trotzdem nicht leicht, aber deutlich einfacher als mit 18 mg/ml im Blut.

Dieser letzte Schritt ist entscheidend. Ohne ihn bist du kein Nichtraucher, sondern ein Dampfer. Und das war nie das Ziel. Das Ziel war Freiheit – und die hast du nur, wenn du das Gerät komplett aus deinem Leben entfernst.

Was beim zweiten Anlauf anders laufen sollte

Nach zwei Jahren Dampfen haben viele die Nase voll und wollen komplett raus. Was funktioniert dann wirklich? Laut S3-Leitlinie zur Tabakabhängigkeit zeigen Studien: Die Kombination aus Nikotinpflaster plus Verhaltenstherapie der bessere Weg.

Pflaster kümmern sich um die körperliche Abhängigkeit, Therapie um die Gewohnheiten. Der Vorteil: Kein Ritual mehr, keine Hand-zu-Mund-Bewegung, keine Dampfwolken. Die Nikotinersatztherapie mit Pflastern ist am besten erforscht, die Erfolgsquoten sind dokumentiert, und viele Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten.

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Die sicherste und am besten erforschte Methode für den Nikotinentzug. Wird auch von Krankenkassen oft übernommen.

Preis zuletzt geprüft: 3. März 2026

Kombiniert mit einem Nikotinspray für akute Krisen ist das für viele der Durchbruch. Nach drei Monaten komplett nikotinfrei – ohne E-Zigarette, ohne Rückfall. Das Spray wird in den ersten Wochen vielleicht fünfmal gebraucht, wenn die Gier richtig heftig wurde.

Was den Unterschied macht: Das Ritual wird komplett durchbrochen. Keine Hand-zu-Mund-Bewegung mehr, keine Wolken, kein Gerät. Das Pflaster arbeitet im Hintergrund, und man kann sich voll auf die Verhaltensänderung konzentrieren.

Alternative Wege, die funktionieren können

Wenn du nicht der Typ für die E-Zigaretten-Brücke bist, gibt es bewährte Alternativen. Das verschreibungspflichtige Champix (Vareniclin) blockiert die Nikotinrezeptoren im Gehirn – selbst wenn du rauchst, bringt es nichts mehr. Die Erfolgsquoten liegen bei über 30 Prozent nach einem Jahr. Ja, es gibt Nebenwirkungen, aber unter ärztlicher Aufsicht ist es für viele der effektivste Weg.

Zweite Option: Die Schlusspunkt-Methode – von heute auf morgen aufhören. Klingt brutal, funktioniert aber bei etwa 20 Prozent der Menschen besser als jede schrittweise Reduktion. Manche Leute brauchen den klaren Schnitt. Keine Kompromisse, keine Übergangsphase, einfach Schluss.

Dritte Option: Klassische Nikotinersatztherapie mit Kaugummis, Lutschtabletten oder Spray. Auch hier: Schrittweise Reduktion über zwölf Wochen, gut erforscht, wenig Risiken. Langweiliger als Dampfen, aber genau das ist vielleicht der Punkt. Manchmal ist langweilig genau das Richtige.

Wer profitiert wirklich von der E-Zigarette?

Die E-Zigarette als Ausstiegshilfe funktioniert am besten für Menschen, die stark ritualorientiert sind. Wenn dir die Hand-zu-Mund-Bewegung extrem wichtig ist, wenn du die Dampfwolke brauchst, wenn Nikotinpflaster für dich zu passiv sind – dann kann die E-Zigarette tatsächlich helfen.

Aber nur unter zwei Bedingungen: Erstens, du hast einen konkreten Zeitplan zum Aussteigen. Zweitens, du reduzierst die Nikotinstärke konsequent alle paar Wochen. Ohne diese zwei Punkte wird aus der Brücke eine Sackgasse. Und Sackgassen führen nirgendwohin.

Studien zeigen auch: Ältere Raucher mit langer Raucherkarriere profitieren eher von der E-Zigarette als jüngere. Vermutlich, weil die Gewohnheiten tiefer sitzen und der Umstieg psychologisch leichter fällt als der komplette Ausstieg. Bei unter 30-Jährigen funktioniert die Schlusspunkt-Methode oft besser.

Ein weiterer Punkt: Menschen, die hauptsächlich wegen des Geschmacks und Rituals rauchen, haben mit der E-Zigarette bessere Chancen als Leute, die primär den Nikotinkick suchen. Bei letzteren ist das Risiko größer, dass sie am Ende mehr Nikotin konsumieren als vorher.

Kosten im Vergleich: Was kommt günstiger?

Rechnen wir mal durch: Eine Schachtel Zigaretten kostet etwa 8 Euro. Bei einer Schachtel am Tag sind das 240 Euro im Monat. Eine E-Zigarette mit nachfüllbarem Tank kostet in der Anschaffung 40 bis 80 Euro, Liquid etwa 20 bis 40 Euro im Monat. Kurzfristig also günstiger.

Aber: Wenn du zwei Jahre lang dampfst statt in vier Monaten aufzuhören, wird’s wieder teuer. Rechne mal nach: 30 Euro Liquid pro Monat über zwei Jahre sind 720 Euro. Plus Anschaffung, plus gelegentlicher Ersatz von Verdampferköpfen und Verschleißteilen – du kommst locker auf 1.000 Euro.

Nikotinpflaster für zwölf Wochen kosten etwa 200 Euro – einmalig. Medikamente wie Champix werden oft von der Krankenkasse übernommen. Die günstigste Lösung ist immer noch die, die am schnellsten funktioniert.

Was viele auch vergessen: Die versteckten Kosten der E-Zigarette. Du brauchst alle paar Wochen neue Coils, gelegentlich einen neuen Tank, irgendwann einen neuen Akku. Das summiert sich. Und wenn man anfängt, verschiedene Liquids zu sammeln, wird’s richtig teuer.

Was du unbedingt vermeiden solltest

Lass die Finger von Einweg-E-Zigaretten. Sie sind teurer als normale Zigaretten, haben oft 20 mg/ml Nikotin (also extrem viel), und du kannst nichts anpassen. Sie sind zum schnellen Konsum gemacht, nicht zum Aufhören. Außerdem landen jährlich Millionen dieser Dinger mit eingebautem Lithium-Akku im Müll – eine ökologische Katastrophe.

Vermeide auch das sogenannte Dual Use – also E-Zigarette UND normale Zigaretten parallel. Das ist das Schlimmste aus beiden Welten. Du bleibst in der Abhängigkeit stecken, hast keine klare Linie, und die Rückfallgefahr ist riesig. Entweder du steigst komplett um oder du lässt es gleich.

Ein typischer Fehler: Morgens dampfen, abends mit Bier eine echte Zigarette. Funktioniert nicht. Du belügst dich selbst, und dein Gehirn merkt sich: „Aha, Zigaretten gibt’s immer noch.“ Die Verbindung bleibt aktiv, und du kommst nie richtig los.

Und falle nicht auf das Argument „ist ja nicht so schlimm“ rein. Klar ist Dampfen weniger schädlich als Rauchen. Aber es ist nicht harmlos. Und es hält dich in der Nikotinabhängigkeit fest. Das sollte nie das Ziel sein. Das Ziel ist Freiheit, nicht Schadensbegrenzung.

Die Gefahr der nikotinfreien Phase

Viele Dampfer denken, sie hätten gewonnen, wenn sie bei nikotinfreiem Liquid angekommen sind. Stimmt nicht. Die psychologische Abhängigkeit vom Ritual kann genauso stark sein wie die körperliche vom Nikotin. Es gibt Leute, die seit Jahren nikotinfrei dampfen und trotzdem nicht aufhören können.

Das Problem: Du behältst die gesamte Verhaltensstruktur bei. Die Hand-zu-Mund-Bewegung, die Pause, das Belohnungssystem. Alles bleibt, nur das Nikotin fehlt. Und irgendwann, in einem schwachen Moment, ist die echte Zigarette wieder da. Weil das Muster nie gebrochen wurde.

Deshalb ist auch die nikotinfreie Phase zeitlich zu begrenzen. Maximal vier Wochen, dann muss das Gerät weg. Sonst wird aus dem Hilfsmittel eine neue Gewohnheit, die dich wieder festhält. Nur eben ohne Nikotin. Das ist besser als mit, klar. Aber es ist nicht Freiheit.

Gesundheitliche Aspekte, über die niemand spricht

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Propylenglykol und Glycerin im Liquid können die Atemwege reizen. Nicht dramatisch wie Tabakrauch, aber merkbar. Viele berichten nach einem Jahr Dampfen von einem trockenen Hals, manchmal Husten am Morgen. Besser als mit Zigaretten, klar. Aber auch nicht symptomfrei.

Studien zeigen zudem: Manche Aromastoffe können bei Erhitzung problematische Verbindungen bilden. Zimt- und Vanillearomen stehen unter Verdacht, entzündungsfördernd zu wirken. Wir wissen noch nicht, was es bedeutet, wenn du diese Stoffe über Jahre regelmäßig inhalierst.

Außerdem: Nikotin selbst ist nicht harmlos, auch ohne Verbrennungsprodukte. Es erhöht den Blutdruck, belastet das Herz-Kreislauf-System, kann die Wundheilung verschlechtern. Solange du Nikotin konsumierst – egal in welcher Form – hat dein Körper damit zu kämpfen.

Ein nüchternes Fazit nach fünf Jahren Abstand

In der Beratung wird die E-Zigarette nur in Ausnahmefällen empfohlen. Wenn klassische Nikotinersatztherapie mehrfach gescheitert ist. Wenn die Person extrem ritualbezogen ist. Wenn medizinische Gründe gegen Medikamente sprechen. Dann ja – aber nur mit knallhartem Ausstiegsplan.

Für die meisten ist der direkte Weg über Pflaster, Spray oder Medikamente ehrlicher und effektiver. Weniger Ablenkung, klarer Fokus aufs Ziel, keine neue Gewohnheit die wieder zur Sucht wird. Die E-Zigarette ist eine Krücke – und irgendwann musst du auch die Krücke weglegen.

Das heißt nicht, dass die E-Zigarette nutzlos ist. Für manche ist sie ein Lebensretter. Aber sie ist kein Wundermittel und keine Dauerlösung. Wenn du sie nutzt, dann mit Plan, mit Zeitlimit und mit dem festen Ziel, nikotinfrei zu werden – nicht nur rauchfrei.

Viele Ex-Dampfer bereuen die Zeit mit E-Zigarette nicht – sie hat geholfen, von den Zigaretten wegzukommen. Aber der häufigste Rat im Nachhinein lautet: „Mach einen Plan. Setz dir ein Enddatum. Sonst dampfst du in zwei Jahren immer noch.“

Am Ende zählt nur eins: Dass du komplett rauskommst. Egal mit welcher Methode. Ob mit E-Zigarette als Brücke, mit Pflastern, mit Medikamenten oder kalt entzogen – Hauptsache du bleibst dran. Und wenn Plan A nicht funktioniert, probierst du Plan B. Aufgeben ist keine Option.

Die E-Zigarette kann ein Werkzeug sein. Aber sie ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Mittel zum Zweck – und der Zweck heißt Freiheit. Echte Freiheit. Ohne Nikotin, ohne Ritual, ohne Abhängigkeit. Alles andere ist nur ein Zwischenstopp auf dem Weg dorthin.

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.
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Dr. med. Rudolf Lubek
Medizinische Beratung

Dr. med. Rudolf Lubek

Dr. med. Rudolf Lubek ist Facharzt für Innere Medizin. Seit vielen Jahren begleitet er Patienten auf dem Weg zum Nichtraucher und kennt sowohl die aktuelle Studienlage als auch die Herausforderungen im Praxisalltag.

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