Kettenraucher aufhören: Herausforderungen & bewährte Strategien

Kettenraucher aufhören: Herausforderungen & bewährte Strategien

Von Fachredaktion Nichtraucher 14 Min. Lesezeit
Kurz-Fazit

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Titel: Kettenraucher aufhören: Herausforderungen & bewährte Strategien

Wenn du als Kettenraucher aufhören willst, stehst du vor besonderen Herausforderungen. Eine Zigarette nach der anderen, kaum eine Pause dazwischen – dein Körper und dein Gehirn sind an konstant hohe Nikotindosen gewöhnt. Der Gedanke ans Aufhören kann überwältigend sein.

Aber hier die gute Nachricht: Auch als Kettenraucher kannst du es schaffen. Tatsächlich ist die Anzahl der Zigaretten weniger entscheidend als deine Entschlossenheit und die richtige Strategie. Ja, die ersten Wochen werden anstrengend. Doch mit den richtigen Werkzeugen und einem realistischen Plan schaffst du den Ausstieg.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, welche speziellen Hürden auf dich zukommen und was wirklich hilft. Situationsbezogen und ehrlich – ohne rosarote Brille, aber auch ohne Panik zu machen.

Warum als Kettenraucher aufhören besonders schwer fällt

Kettenrauchen unterscheidet sich deutlich vom gelegentlichen Rauchen. Bei zwei Schachteln am Tag ist Nikotin fast durchgehend in deinem System. Dein Körper kennt kaum noch den Normalzustand ohne Nikotin.

Die körperliche Abhängigkeit ist stärker ausgeprägt

Dein Gehirn hat seine Nikotinrezeptoren massiv vermehrt. Bei jedem Zug an der Zigarette werden diese Rezeptoren aktiviert und setzen Dopamin frei. Fehlt das Nikotin, schreit dein Körper förmlich danach. Die Entzugssymptome setzen schneller ein und fallen heftiger aus als bei Gelegenheitsrauchern.

Laut Studien erleben Starke Raucher (über 20 Zigaretten täglich) deutlich intensivere Entzugserscheinungen in den ersten Tagen. Nervosität, Konzentrationsprobleme und eine gereizte Stimmung sind bei dir vermutlich ausgeprägter.

Rauchen ist in jeden Moment deines Tages eingewoben

Du rauchst nicht nur nach dem Essen oder beim Kaffee. Du rauchst beim Aufstehen, beim Autofahren, bei der Arbeit, beim Telefonieren, vor dem Schlafen. Überall. Das Rauchen ist mit praktisch jeder Aktivität verknüpft – psychologisch gesehen eine massive Herausforderung.

Wenn du aufhörst, musst du nicht nur eine Gewohnheit durchbrechen, sondern Dutzende gleichzeitig. Das kann sich anfühlen, als würdest du dein ganzes Leben umkrempeln müssen.

Die Angst vor dem Scheitern ist größer

Vielleicht hast du schon mehrfach versucht aufzuhören. Jeder gescheiterte Versuch nagt am Selbstvertrauen. „Bei mir funktioniert das sowieso nicht“ – dieser Gedanke schleicht sich ein. Die Angst vor einem erneuten Rückfall kann lähmend wirken.

Aber hier eine wichtige Erkenntnis: Die meisten erfolgreichen Ex-Raucher haben mehrere Anläufe gebraucht. Jeder Versuch ist eine Lernerfahrung, kein Versagen.

Wenn du starke Entzugssymptome befürchtest

Als Kettenraucher wirst du vermutlich mit ausgeprägten Entzugserscheinungen konfrontiert. Darauf solltest du vorbereitet sein – aber nicht in Panik geraten. Es gibt wirksame Strategien, die dir durch diese Phase helfen.

Nikotinersatztherapie: Dein wichtigster Verbündeter

Für Kettenraucher ist eine Nikotinersatztherapie oft unverzichtbar. Sie versorgt deinen Körper weiter mit Nikotin – nur ohne die über 4000 giftigen Substanzen aus dem Tabakrauch. Das klingt vielleicht nach „Austausch eines Übels gegen ein anderes“, ist es aber nicht.

Die Erfolgsquoten bei Kettenrauchern liegen mit Nikotinersatz deutlich höher als ohne. Laut Cochrane-Analysen steigt die Chance auf einen erfolgreichen Rauchstopp um 50-70% im Vergleich zu Placebo.

Wichtig: Bei starkem Konsum reicht oft ein Nikotinpflaster allein nicht aus. Eine Kombination aus Pflaster (konstante Grundversorgung) und Akutprodukten wie Spray oder Kaugummi (für Verlangensattacken) zeigt die besten Ergebnisse. Diese Nikotinersatzprodukte sind in der Apotheke erhältlich (apothekenpflichtig).

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Realistische Zeitplanung für die ersten Wochen

Die ersten drei Tage sind die härtesten. Danach wird es graduell besser, aber erwarte keine Wunder nach einer Woche. Die ersten vier Wochen des Nikotinentzugs haben ihre eigenen Herausforderungen.

Plane wenn möglich den Rauchstopp nicht mitten in eine stressige Arbeitsphase. Ein verlängertes Wochenende oder ein paar Urlaubstage können Gold wert sein. Du brauchst mentale Kapazität für die Umstellung.

Medikamentöse Unterstützung als Option

Für stark abhängige Raucher können verschreibungspflichtige Medikamente wie Zyban (Bupropion) oder Champix (Vareniclin) eine Unterstützung bieten. Sie greifen direkt in die Nikotinrezeptoren im Gehirn ein und können Entzugserscheinungen mildern.

Verschreibungspflichtig – die Verordnung erfolgt durch den Arzt. Diese Medikamente haben nachweislich Wirkung, aber auch potenzielle Nebenwirkungen. Ein ausführliches Arztgespräch ist unerlässlich. Keine Panikmache, aber auch keine Wundermittel.

Wenn Stress dein Hauptauslöser ist

Viele Kettenraucher rauchen nicht aus Genuss, sondern zur Stressbewältigung. Jede schwierige Situation, jeder Konflikt, jeder Druck – Zigarette ran. Das funktioniert kurzfristig, weil Nikotin tatsächlich beruhigend wirkt. Langfristig macht es die Stressanfälligkeit aber schlimmer.

Verstehe den Mechanismus: Nikotin schafft den Stress, den es lindert

Hier kommt der Trick: Ein Großteil des Stresses, den du als Raucher fühlst, ist Entzugsstress. Zwischen den Zigaretten sinkt der Nikotinspiegel, dein Körper gerät in einen Mini-Entzug. Die nächste Zigarette behebt diesen selbst geschaffenen Stress – und du interpretierst es als „Zigaretten helfen mir bei Stress“.

Nach dem Rauchstopp fällt dieser Zyklus weg. Nach einigen Wochen wirst du feststellen, dass du insgesamt gelassener bist. Ehrlich.

Entwickle alternative Stressbewältigungsstrategien

Die kritische Frage lautet: Was machst du statt der Zigarette, wenn der Druck steigt? Diese Frage solltest du vor dem Rauchstopp beantworten. Nicht spontan in der Situation improvisieren.

Bewährte Alternativen:

  • Atemübungen: Klingt banal, funktioniert aber. Tiefes, bewusstes Atmen aktiviert den Parasympathikus – dein körpereigenes Beruhigungssystem. Schon drei tiefe Atemzüge können akuten Stress dämpfen.
  • Kurze Bewegungseinheiten: Ein flotter Spaziergang um den Block, Treppensteigen, ein paar Kniebeugen – Bewegung baut Stresshormone ab und setzt Endorphine frei.
  • Nikotinspray für Akutsituationen: In wirklich stressigen Momenten kannst du auf ein Nikotinspray zurückgreifen. Es wirkt schneller als Kaugummi und gibt dir das Gefühl von Kontrolle zurück.
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Mehr zum Thema findest du in unserem Ratgeber zum Stressrauchen aufhören.

Überprüfe deine Stressquellen ehrlich

Manchmal verdeckt das Rauchen tiefer liegende Probleme. Bist du im falschen Job? Sind deine Beziehungen belastend? Fühlst du dich dauerhaft überlastet? Der Rauchstopp kann ein Weckruf sein, grundsätzlichere Veränderungen anzugehen.

Das heißt nicht, dass du erst dein ganzes Leben perfekt machen musst, bevor du aufhören kannst. Aber ein ehrlicher Blick auf deine Stressquellen hilft, realistische Erwartungen zu haben.

Wenn du es schon mehrfach versucht hast

Du hast schon dreimal, fünfmal, zehnmal versucht aufzuhören? Und jedes Mal bist du nach Tagen oder Wochen wieder rückfällig geworden? Das ist frustrierend, keine Frage. Aber es bedeutet nicht, dass du es nicht schaffen kannst.

Analysiere deine bisherigen Aufhörversuche

Was hat dich beim letzten Mal zurück zur Zigarette gebracht? War es eine konkrete Situation (Alkohol, Streit, Stress)? War es ein schleichender Prozess („Eine wird schon nicht schaden“)? Oder warst du einfach nicht gut vorbereitet?

Mach dir Notizen. Wirklich. Schreib auf, was beim letzten Versuch schiefgelaufen ist. Diese Muster zu erkennen ist Gold wert für deinen nächsten Anlauf.

Hol dir professionelle Unterstützung

Ein kostenloser Rauchentwöhnungskurs der BZgA kann Wunder wirken. Dort lernst du nicht nur Fakten über Nikotinabhängigkeit, sondern bekommst verhaltenstherapeutische Werkzeuge an die Hand.

Auch Online-Rauchentwöhnungskurse haben sich bewährt – flexibel und oft mit Community-Support. Du bist nicht allein mit deinem Kampf, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

Eine Verhaltenstherapie speziell zur Rauchentwöhnung kann bei wiederholten Rückfällen die beste Investition sein. Dort werden die psychologischen Mechanismen deiner Abhängigkeit aufgearbeitet.

Probiere neue Methoden statt alter Wiederholungen

Wenn du dreimal mit der Schlusspunkt-Methode gescheitert bist, probiere diesmal eine schrittweise Reduktion mit Nikotinersatz. Wenn du bisher allein gekämpft hast, such dir diesmal Verbündete.

Definition von Wahnsinn: Immer wieder das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten. Ändere deine Strategie.

Die Allen Carr Methode etwa arbeitet stark mit mentaler Umprogrammierung – manche schwören darauf. Hypnose zur Rauchentwöhnung ist umstritten, aber einige Kettenraucher berichten von Erfolgen. Akupunktur kann Entzugssymptome mildern.

Kein Weg ist für alle richtig. Aber es gibt mehr Wege als du vielleicht denkst.

Wenn die Angst vor Gewichtszunahme dich bremst

Viele Kettenraucher zögern den Rauchstopp hinaus, weil sie Angst vor Gewichtszunahme haben. Diese Sorge ist nicht unbegründet – laut Studien nehmen Ex-Raucher im Schnitt in den ersten Monaten 3-5 kg zu. Aber das ist erstens nicht zwingend und zweitens auch nicht das Ende der Welt.

Warum das Gewicht steigt – und was du dagegen tun kannst

Nikotin erhöht deinen Grundumsatz leicht und dämpft den Appetit. Wenn es wegfällt, verlangsamt sich dein Stoffwechsel minimal und dein Appetit normalisiert sich. Zusätzlich greifen viele zu Süßigkeiten als Ersatzbefriedigung.

Unser Ratgeber Rauchstopp & Gewichtszunahme vermeiden bietet konkrete Strategien. Die wichtigsten Punkte:

  • Plane gesunde Snacks: Gemüsesticks, Nüsse (in Maßen), Obst. Wenn der Mund beschäftigt sein will, gib ihm was Sinnvolles.
  • Trinke viel Wasser: Oft wird Durst mit Hunger verwechselt. Und Wasser hilft auch bei der Entgiftung.
  • Beweg dich mehr: Nicht zwingend Marathonlauf – aber tägliche Spaziergänge, Treppen statt Aufzug, ein bisschen Home-Workout. Bewegung hebt die Stimmung und kurbelt den Stoffwechsel an.
  • Nikotinkaugummi statt Schokolade: Wenn du sowieso Nikotinersatz nutzt, greif im Zweifel zum Kaugummi statt zum Riegel.
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Priorisiere die Prioritäten richtig

Ein paar Kilo mehr sind gesundheitlich immer noch besser als weiter zwei Schachteln am Tag zu rauchen. Das ist keine Beschönigung, sondern medizinischer Fakt. Rauchen erhöht dein Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und COPD drastisch. Ein paar Kilos mehr tun das nicht in diesem Ausmaß.

Du kannst nach dem Rauchstopp an der Gewichtsfrage arbeiten. Aber versuche nicht, gleichzeitig mit dem Rauchen aufzuhören und eine Diät zu machen. Das ist zu viel auf einmal und erhöht die Rückfallgefahr massiv.

Wenn der Alltag voller Rauch-Trigger ist

Als Kettenraucher hast du vermutlich unzählige Situationen mit dem Rauchen verknüpft. Der morgendliche Kaffee, die Autofahrt zur Arbeit, die Mittagspause, das Feierabendbier, der Anruf bei Freunden. Jede dieser Situationen kann einen heftigen Rauchdrang auslösen.

Identifiziere und entschärfe deine Trigger

Mach eine Liste deiner wichtigsten Rauchsituationen. Die Top 10 reichen. Dann entwickle für jede einen Plan B. Was machst du stattdessen?

Beispiele:

  • Kaffee am Morgen: Wechsle temporär auf Tee, ändere den Ort (Küche statt Balkon), kombiniere es mit etwas Neuem (kurze Meditation, Zeitung statt Handy).
  • Autofahrt: Hörbuch statt Radio, Kaugummi kauen, tiefes Atmen an roten Ampeln, vielleicht temporär andere Route fahren.
  • Feierabendbier: Alkohol ist ein Rückfall-Brandbeschleuniger. Reduziere Alkohol in den ersten Wochen drastisch oder verzichte ganz darauf.
  • Telefonate: Geh beim Telefonieren umher (aber nicht an den Raucherplatz), male Kritzeleien, spiele mit einem Stressball.

Klingt nach viel Aufwand? Ist es auch. Aber es funktioniert.

Vermeide Hochrisikosituationen in den ersten Wochen

Wenn Partys mit Alkohol und rauchenden Freunden dein größter Trigger sind, meide sie in den ersten 2-3 Wochen. Das ist keine Schwäche, sondern Selbstschutz. Du musst nicht dein ganzes Leben umkrempeln, aber strategische Vermeidung ist in der kritischen Phase klug.

Erkläre deinem Umfeld, warum du gewisse Situationen temporär meidest. Die meisten werden Verständnis haben. Und wenn nicht – ihre Meinung ist weniger wichtig als dein Rauchstopp.

Nutze technische Hilfsmittel

Eine kostenlose Rauchstopp-App kann dir helfen, Muster zu erkennen und Erfolge zu tracken. Viele Apps bieten auch Notfall-Buttons, die dich in Verlangensattacken ablenken oder motivieren.

Wenn dein soziales Umfeld nicht unterstützt

Partner, Kollegen oder Freunde rauchen weiter? Das macht den Rauchstopp als Kettenraucher noch schwerer. Der ständige Anblick von Zigaretten, der Geruch, die Einladungen zur Raucherpause – all das zehrt an deiner Willenskraft.

Kommuniziere deine Entscheidung klar

Sag deinem Umfeld nicht nur, dass du aufhörst, sondern auch was du von ihnen brauchst. „Bitte rauch nicht in meiner Gegenwart in den ersten Wochen“ ist eine faire Bitte. „Bitte biete mir keine Zigaretten an, auch nicht aus Höflichkeit.“

Manche Raucher fühlen sich durch deinen Aufhörversuch angegriffen – als würdest du sie kritisieren. Das ist ihr Problem, nicht deins. Bleib freundlich, aber bestimmt.

Such dir Verbündete

Gibt es jemanden in deinem Umfeld, der auch aufhören will? Gemeinsam als Paar mit dem Rauchen aufhören kann enorm motivierend sein – vorausgesetzt ihr steckt euch nicht gegenseitig bei Rückfällen an.

Online-Foren und Support-Gruppen für Ex-Raucher sind eine Alternative. Der Austausch mit Menschen, die das Gleiche durchmachen, hilft vielen über schwierige Phasen.

Schütze dich vor Passivrauch

Wenn du nicht verhindern kannst, dass in deiner Nähe geraucht wird, minimiere die Exposition. Passivrauch ist gesundheitsschädlich, aber er triggert auch dein Verlangen.

Im Auto, in der Wohnung – bestehe auf rauchfreie Zonen. Das ist dein gutes Recht.

Wenn Schlafprobleme und Unruhe dich plagen

Viele Kettenraucher berichten, dass sie nach dem Rauchstopp schlecht schlafen. Entweder können sie nicht einschlafen oder wachen nachts auf. Das ist frustrierend und zehrt an der Durchhaltefähigkeit.

Verstehe die Ursache der Schlafstörungen

Als Raucher hattest du vermutlich die letzte Zigarette vor dem Schlafen. Dein Körper hat sich daran gewöhnt. Jetzt fehlt dieses Ritual und gleichzeitig steckt dein Nervensystem im Anpassungsprozess.

Unser Artikel zu Schlafproblemen beim Rauchstopp geht ins Detail. Die Kurzversion: Es wird nach 1-2 Wochen besser. Versprochen.

Was du gegen die Schlaflosigkeit tun kannst

  • Neue Einschlafroutine etablieren: Ersetze die Zigarette durch eine andere Entspannungsaktivität – leichte Lektüre, beruhigende Musik, progressive Muskelentspannung.
  • Kein Nikotin kurz vor dem Schlafen: Wenn du Nikotinersatz nutzt, nimm die letzte Dosis mindestens 1-2 Stunden vorm Schlafengehen. Nikotin ist ein Stimulans.
  • Beruhigungstee: Kamillen- oder Baldrian-Tee kann unterstützen. Kein Wundermittel, aber einen Versuch wert.
  • Bewegung tagsüber: Wer sich bewegt, schläft besser. Aber nicht direkt vorm Schlafengehen hochintensiv trainieren.

Wichtig: Greif nicht zu Schlafmitteln ohne ärztliche Rücksprache. Die können abhängig machen – ein Teufel mit dem anderen vertauschen willst du nicht.

Die finanzielle Motivation nutzen

Als Kettenraucher gibst du vermutlich 300-400 Euro im Monat für Zigaretten aus. Vielleicht mehr. Das ist eine Menge Geld. Diese Summe real zu sehen kann ein starker Motivator sein.

Rechne dir deine Ersparnis aus

Ein Nichtraucher-Rechner zeigt dir schwarz auf weiß, was du sparst. Nach einem Jahr sind das über 4000 Euro. Ein Urlaub. Ein neuer Laptop. Eine Anzahlung fürs Auto.

Leg das gesparte Geld tatsächlich zur Seite. Physisch in eine Spardose oder auf ein separates Konto. Wenn du das Geld wachsen siehst, verstärkt das deine Motivation.

Belohne dich für Meilensteine

Nach einer Woche rauchfrei: Kauf dir etwas Schönes von dem gesparten Geld. Nach einem Monat: Geh gut essen. Nach drei Monaten: Gönn dir was Größeres.

Du hast es verdient. Wirklich.

Rückfälle managen: Wenn es doch passiert

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du irgendwann einen Ausrutscher hast. Besonders als Kettenraucher. Das ist kein Weltuntergang und kein Grund, alles hinzuschmeißen.

Ein Ausrutscher ist kein Rückfall ins Rauchen

Du hattest in einem schwachen Moment eine Zigarette? Das heißt nicht, dass du wieder Kettenraucher bist. Das heißt, dass du Mensch bist. Rückfälle beim Rauchen vermeiden ist wichtig, aber wenn es passiert, ist die richtige Reaktion entscheidend.

Verfalle nicht in Selbstmitleid oder Selbsthass. Analysiere stattdessen: Was hat dazu geführt? Wie kannst du diese Situation beim nächsten Mal anders handeln?

Steig sofort wieder aus

Drück die eine Zigarette aus (auch wenn sie noch brennt) und mach weiter als Nichtraucher. Kauf keine Schachtel „nur für Notfälle“. Das ist eine Lüge, die du dir selbst erzählst.

Die Gefahr ist, dass aus einer Zigarette wieder das alte Muster wird. Unterbrich diesen Kreislauf sofort.

Besondere Herausforderungen für verschiedene Lebenssituationen

Kettenraucher aufhören ist nicht für alle gleich schwer. Deine Lebensumstände spielen eine Rolle.

Als Frau: Hormone und Rauchstopp

Frauen haben hormonell bedingt andere Herausforderungen beim Rauchstopp. Der weibliche Zyklus beeinflusst das Verlangen und die Entzugsintensität. Manche Frauen berichten, dass der Rauchstopp in der ersten Zyklushälfte leichter fällt.

Auch das Thema Gewichtszunahme triggert Frauen oft stärker. Hier ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und sich nicht von gesellschaftlichem Druck verrückt machen zu lassen.

In der Schwangerschaft: Höchste Priorität

Wenn du schwanger bist oder eine Schwangerschaft planst, ist mit dem Rauchen aufhören absolut dringlich. Die Schäden für das Ungeborene sind erheblich. Hier solltest du nicht zögern, alle verfügbaren Hilfen zu nutzen – inklusive medizinischer Beratung.

Ab 40: Dein Körper dankt es dir besonders

Je länger du rauchst, desto mehr Schaden entsteht. Aber es ist nie zu spät. Mit 40 mit dem Rauchen aufhören bringt immer noch erhebliche gesundheitliche Vorteile. Dein Herzinfarktrisiko sinkt bereits nach einem Jahr deutlich.

Langfristig durchhalten: Wie du Nichtraucher bleibst

Die ersten Wochen hast du geschafft. Glückwunsch! Aber jetzt kommt die nächste Phase: Dauerhaft rauchfrei bleiben. Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.

Fachredaktion Nichtraucher
Über die Redaktion

Fachredaktion Nichtraucher

Die Fachredaktion von nichtraucher.de besteht aus Gesundheitsexperten, ehemaligen Rauchern und spezialisierten Fachautoren. Unsere Artikel basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig geprüft und aktualisiert.

Dr. med. Rudolf Lubek
Medizinische Beratung

Dr. med. Rudolf Lubek

Dr. med. Rudolf Lubek ist Facharzt für Innere Medizin. Seit vielen Jahren begleitet er Patienten auf dem Weg zum Nichtraucher und kennt sowohl die aktuelle Studienlage als auch die Herausforderungen im Praxisalltag.

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