Weltnichtrauchertag 2026: Dein datenbasierter Rauchstopp-Plan

Weltnichtrauchertag 2026: Dein datenbasierter Rauchstopp-Plan

Von 15 Min. Lesezeit
Kurz-Fazit

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Der Weltnichtrauchertag 2026 fällt auf den 31. Mai – und wenn du diesen Artikel liest, denkst du vermutlich darüber nach, dieses Datum zu deinem persönlichen Rauchstopp-Tag zu machen. Gute Idee. Aber diesmal bitte mit Plan.

Wir haben die aktuellsten Studien zur Rauchentwöhnung ausgewertet und daraus einen datenbasierten Fahrplan gebaut. Keine Motivationssprüche, sondern Zahlen, die funktionieren. Denn Fakt ist: Die Erfolgsquote steigt von 3-5% bei kaltem Entzug auf bis zu 35% mit strukturierter Vorbereitung und medikamentöser Unterstützung.

Das bedeutet konkret: Du kannst deine Chancen versiebenfachen, nur indem du die richtigen Hilfsmittel kombinierst und einen durchdachten Plan verfolgst. Der Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern liegt nicht an deiner Willenskraft – er liegt an deiner Vorbereitung.

Warum der Weltnichtrauchertag der perfekte Startpunkt ist

Ein festes Datum hilft. Studien der American Cancer Society zeigen, dass Menschen die sich ein konkretes Aufhördatum setzen, signifikant häufiger erfolgreich sind als solche die „irgendwann“ aufhören wollen. Der 31. Mai hat zusätzlich einen psychologischen Vorteil: Du bist nicht allein. Tausende hören am selben Tag auf.

Dieser kollektive Moment schafft eine Art mentales Sicherheitsnetz. In Online-Foren, Facebook-Gruppen und Nichtraucher-Apps findest du Menschen, die exakt dieselbe Herausforderung durchleben – am selben Tag, zur selben Zeit.

Der gemeinsame Starttermin hat noch einen praktischen Vorteil: Apotheken und Krankenkassen bereiten sich gezielt auf diesen Tag vor. Viele Kassen bieten spezielle Aktionen an, Arztpraxen haben Kapazitäten eingeplant, und du findest leichter Gleichgesinnte für gegenseitige Unterstützung.

Aber ein Datum allein reicht nicht. Was du brauchst: Vorbereitung in den zwei Wochen davor, die richtigen Hilfsmittel am Tag X, und einen Plan für die kritischen ersten 12 Wochen danach. Genau hier scheitern die meisten – nicht am Aufhören selbst, sondern am fehlenden Plan für die Zeit danach.

Die Vorbereitung: 14 Tage vor dem 31. Mai

Ab dem 17. Mai startest du mit der Vorbereitung. Klingt früh? Ist es nicht. Die zwei Wochen vor dem Rauchstopp sind entscheidend für deinen Erfolg.

Führe ein Rauchtagebuch. Dokumentiere jede Zigarette mit Uhrzeit, Situation und Verlangenstärke von 1 bis 10. Das klingt nervig, ist aber Gold wert: Du erkennst deine Trigger-Situationen – Kaffee, Telefonate, nach dem Essen, Stress. Eine Studie der University of Wisconsin zeigte, dass Raucher die ihre Muster zwei Wochen lang dokumentieren, ihre Rückfallquote um 40% senken.

Bestell dir rechtzeitig Nikotinpflaster und Kaugummis. Die Apotheke ist am 31. Mai vielleicht ausverkauft, weil viele am Weltnichtrauchertag starten. Rechne mit Kosten von etwa 80-120 Euro für die ersten vier Wochen – das entspricht dem, was du sonst für Zigaretten ausgibst.

Informiere Freunde und Familie – soziale Unterstützung erhöht die Erfolgsquote um etwa 25%. Sag ihnen konkret, wie sie helfen können: Nicht mit dir in Raucherzonen gehen, dich ablenken wenn du nervös bist, keine Sprüche wie „eine schadet doch nicht“ bringen.

Lad dir eine Nichtraucher-App runter und richte sie ein, bevor der Stress losgeht. Apps wie Smoke Free oder Rauchfrei Pro zeigen dir in Echtzeit, wie sich dein Körper regeneriert – das hilft in schwachen Momenten enorm.

Räume deine Wohnung auf: Alle Zigaretten weg, Aschenbecher, Feuerzeuge. Wasch Vorhänge, Jacken und alles was nach Rauch riecht. Dein Gehirn assoziiert Gerüche extrem stark mit Verlangen – entferne alle olfaktorischen Trigger. Neurobiologische Studien zeigen, dass Geruchsreize das Suchtgedächtnis stärker aktivieren als visuelle Reize.

Buch einen Termin beim Hausarzt für die Woche vom 24. Mai. Dort besprichst du, ob medikamentöse Unterstützung für dich sinnvoll ist. Bei starker Abhängigkeit kann das den Unterschied machen – dazu gleich mehr.

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Die Kombination aus Pflaster für den Grundspiegel und Kaugummi für akute Situationen hat in Studien die höchste Erfolgsquote.

Preis zuletzt geprüft: 24. Feb. 2026

Tag X: Der 31. Mai 2026

Der Tag ist da. Du wachst auf und rauchst nicht. Klingt simpel, fühlt sich aber merkwürdig an. Dein Gehirn vermisst das Morgenritual.

Starte mit einem neuen Morgenritual: Duschen, dann ein großes Glas Wasser, dann Frühstück – bewusst langsam. Nutze die Zeit, die du sonst fürs Rauchen gebraucht hast. Eine Zigarette braucht etwa 5 Minuten – das sind bei 20 Zigaretten täglich fast zwei Stunden, die plötzlich frei sind.

Klebe das erste Nikotinpflaster auf. Am besten auf den Oberarm oder die Brust, wo die Haut nicht zu behaart ist. Bei 20+ Zigaretten täglich startest du mit 21mg. Das Pflaster gibt dir einen konstanten Nikotinspiegel über 16 oder 24 Stunden – je nach Produkt.

Packe eine Notfall-Tasche: Nikotinkaugummis, eine Flasche Wasser, Kaugummis ohne Nikotin, vielleicht Traubenzucker. Die ersten drei Tage wirst du diese Tasche ständig brauchen. Leg sie so hin, dass du sie sofort griffbereit hast – im Auto, am Schreibtisch, in der Jackentasche.

Meide heute alle Trigger-Situationen, die du aus deinem Tagebuch kennst. Kein Kaffee mit Kollegen in der Raucherecke. Kein Feierabendbier. Keine Party. Heute geht es nur um eines: Den ersten Tag durchhalten.

Nutze den Weltnichtrauchertag für positive Verstärkung. Check in den sozialen Medien mit dem Hashtag #Weltnichtrauchertag2026 – du wirst hunderte Posts von Menschen finden, die genau jetzt dasselbe durchmachen. Dieser Gruppenzusammenhalt hilft mehr, als du denkst.

Die ersten 72 Stunden: Der körperliche Entzug

Tag 1 bis 3 sind die härtesten – dein Körper entgiftet. Das Nikotin ist nach 72 Stunden komplett aus dem System, aber dein Gehirn dreht in dieser Zeit auf Hochtouren. Nikotinentzug-Symptome wie Gereiztheit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und Heißhunger sind normal und sogar ein gutes Zeichen: Dein Körper repariert sich.

Was genau passiert in deinem Körper? Nach 20 Minuten ohne Zigarette normalisiert sich dein Blutdruck. Nach 12 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut. Nach 48 Stunden regenerieren sich deine Geschmacks- und Geruchsnerven. Nach 72 Stunden erweitern sich die Bronchien, das Atmen wird leichter.

Nutze Nikotinersatztherapie richtig: Pflaster als Basis für einen konstanten Nikotinspiegel, Kaugummi oder Spray für akute Momente. Viele scheitern, weil sie zu niedrig dosieren aus Angst vor Nebenwirkungen. Studien zeigen: Eine leichte Überdosierung ist ungefährlich und deutlich besser als ein Rückfall.

Konkret: Bei 20+ Zigaretten täglich startest du mit 21mg-Pflastern. Bei akutem Verlangen zusätzlich 2-4mg Kaugummi. Klingt viel? Ist aber immer noch weniger Nikotin als beim Rauchen – und ohne die 4000+ Giftstoffe.

Die Kaugummis richtig anwenden: Nicht wie normalen Kaugummi kauen. Langsam kauen bis ein pfeffriger Geschmack kommt, dann zwischen Wange und Zahnfleisch parken. Das Nikotin wird über die Mundschleimhaut aufgenommen, nicht über den Magen. 20-30 Minuten im Mund behalten, dabei immer wieder vorsichtig kauen.

Nutze Atemtechniken aus dem Yoga bei Rauchstopp – die 4-7-8-Atmung senkt das Verlangen in zwei bis drei Minuten messbar. Einatmen auf 4, Atem halten auf 7, Ausatmen auf 8. Wiederhole das fünf Mal. Das aktiviert den Parasympathikus und bremst die Stressreaktion.

Trinke viel Wasser. Mindestens 2-3 Liter täglich. Das hilft beim Entgiften und beschäftigt deine Hände. Jedes Mal wenn du ein Verlangen spürst: Ein großes Glas Wasser trinken. Das verschiebt den Moment um 5 Minuten – und nach 5 Minuten ist das akute Verlangen meist weg.

Woche 1 bis 2: Die mentale Achterbahnfahrt

Die körperlichen Entzugserscheinungen lassen nach Tag 3 deutlich nach. Aber jetzt kommt die mentale Herausforderung. Dein Gehirn vermisst die Belohnung, nach der es jahrelang gegiert hat.

Rechne mit Stimmungsschwankungen. An einem Tag fühlst du dich euphorisch – „Ich hab’s geschafft!“ Am nächsten Tag fragst du dich, warum du dir das antust. Völlig normal. Dein Dopamin-System kalibriert sich neu.

Plane deine Tage strukturiert. Keine langen Leerzeiten, in denen du grübelst. Termine, Sport, Treffen mit Nicht-Rauchern. Je beschäftigter du bist, desto weniger denkst du ans Rauchen. Eine Studie des Royal College of Physicians zeigte, dass strukturierte Tagesabläufe die Rückfallquote in Woche 1-2 halbieren.

Sport hilft enorm – aber überfordere dich nicht. Ein 30-minütiger Spaziergang wirkt genauso gut gegen Verlangen wie eine Stunde Fitnessstudio. Bewegung setzt Endorphine frei und beschäftigt deinen Kopf. Bonus: Du spürst, wie deine Kondition sich verbessert, schon nach wenigen Tagen.

Belohne dich. Leg das Geld, das du für Zigaretten ausgegeben hättest, jeden Tag in ein Glas. Bei 7 Euro pro Schachtel sind das 49 Euro nach der ersten Woche. Kauf dir am Ende der Woche etwas Schönes davon – ein gutes Buch, ein neues Spiel, ein Restaurant-Besuch. Mach die Ersparnis sichtbar.

Woche 3 bis 12: Der mentale Marathon

Die körperliche Abhängigkeit ist durch, jetzt geht es um Gewohnheiten. Das ist der Punkt, wo viele scheitern, weil sie denken „jetzt bin ich durch“ – und dann kommt die erste Party, der erste Stress-Tag, das erste Bier.

Verhaltenstherapie-Techniken helfen hier am meisten. Konkret: Ersetze jede Rauch-Routine durch eine neue, gesündere Routine. Kaffee-Pause nicht streichen, sondern mit Spaziergang kombinieren statt mit Zigarette. Nach dem Essen nicht auf den Balkon, sondern Zähne putzen und einen Podcast hören.

Dein Gehirn braucht etwa 66 Tage, um eine neue Gewohnheit fest zu verankern – so zeigt es eine Studie des University College London. Das bedeutet: Bis Mitte August musst du durchhalten, dann werden die neuen Routinen automatisch. Danach wird es deutlich leichter.

Reduziere die Nikotinersatz-Dosis schrittweise. Nach 4 Wochen von 21mg auf 14mg Pflaster. Nach 8 Wochen auf 7mg. Nach 10 Wochen ganz weg. Zu schnell absetzen ist ein klassischer Fehler – gib deinem Gehirn Zeit, die Rezeptoren umzubauen.

Dieser Abbau ist wichtig: Bei Rauchern gibt es etwa 50% mehr Nikotinrezeptoren im Gehirn als bei Nichtrauchern. Diese Rezeptoren bauen sich erst über Wochen und Monate ab. Wenn du zu früh das Pflaster absetzt, schreien diese Rezeptoren nach Nikotin – und du hast ein massives Verlangen.

Plane für Rückfallrisiken: Partys, Stress, Alkohol. Studien zeigen, dass 70% der Rückfälle in sozialen Situationen mit Alkohol passieren. Deine Strategie: Die ersten 4 Wochen Alkohol komplett meiden. Danach nur in sicheren Settings – kein Raucherbereich, Menschen die dich unterstützen.

Wenn du merkst, dass ein Verlangen aufkommt: Verlasse die Situation sofort. Keine falsche Höflichkeit. Geh auf die Toilette, geh raus an die frische Luft, erfinde einen Anruf den du machen musst. Hauptsache, du kommst aus der Trigger-Situation raus. Nach 5 Minuten ist das akute Verlangen weg.

Was du in den ersten 12 Wochen nicht tun solltest

Häufiger Fehler: Gleichzeitig mit dem Rauchen aufhören und eine Diät starten. Ja, viele nehmen 2-4 Kilo zu in den ersten Wochen. Das ist völlig normal und liegt am verlangsamten Stoffwechsel plus oralem Ersatzverhalten. Aber: Zwei Baustellen gleichzeitig erhöhen die Rückfallquote massiv.

Nimm lieber 3 Kilo zu und bleib rauchfrei. Die Kilos kriegst du später wieder runter – der Rauchstopp muss jetzt Priorität haben. Dein Körper verbrennt ohne Nikotin etwa 200 Kalorien weniger pro Tag. Das entspricht zwei Scheiben Brot. Kompensiere das durch mehr Bewegung, nicht durch Hungern.

Zweiter Fehler: Dich mit Rauchern umgeben und denken „ich bin stark genug“. Bist du nicht, jedenfalls nicht in den ersten Wochen. Gerüche und soziale Dynamiken triggern dein Belohnungssystem auf Autopilot. Meide Raucherzonen, auch wenn das bedeutet, dass du bei der Kaffeepause drinnen bleibst.

Dritter Fehler: E-Zigaretten oder Tabakerhitzer als „gesündere Alternative“ nutzen. Das ist Selbstbetrug. Du fütterst damit weiter deine Nikotinsucht und hältst die Gewohnheit am Leben. Studien zeigen, dass Umsteiger auf E-Zigaretten seltener langfristig rauchfrei werden als Menschen, die komplett aufhören.

Vierter Fehler: Zu früh aufgeben, wenn es schwierig wird. Die schwierigsten Phasen sind Tag 3, Woche 3 und Woche 6-8. Wenn du diese Phasen kennst, kannst du dich darauf vorbereiten. An diesen Tagen besonders achtsam sein, mehr Unterstützung holen, mehr Ablenkung planen.

Medikamentöse Unterstützung: Wann sie Sinn macht

Bei starker Abhängigkeit (mehr als eine Schachtel täglich, erste Zigarette innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufwachen) kann Vareniclin (Champix) die Erfolgsquote verdoppeln. Das Medikament blockiert Nikotinrezeptoren im Gehirn und reduziert gleichzeitig Entzugssymptome.

Kostet mit Rezept etwa 120 Euro für 12 Wochen. Buch zwei Wochen vor dem 31. Mai einen Termin beim Hausarzt. Wichtig: Vareniclin brauchst du VOR dem Rauchstopp – du startest mit der Einnahme 1-2 Wochen vorher, während du noch rauchst.

Der Vorteil: Vareniclin dockt an dieselben Rezeptoren an wie Nikotin, aktiviert sie aber nur teilweise. Das reduziert Entzugssymptome. Gleichzeitig blockiert es die Rezeptoren, sodass Rauchen nicht mehr befriedigend wirkt. Wenn du in einem schwachen Moment doch rauchst, merkst du: Es bringt nichts mehr.

Alternative für Menschen mit leichten Depressionen: Bupropion (Zyban). Ursprünglich ein Antidepressivum, das zufällig die Rauchentwöhnung erleichtert. Wirkt anders als Vareniclin, hat andere Nebenwirkungen – dein Arzt berät dich.

Beide Medikamente sind verschreibungspflichtig. Das ist gut so, denn dein Arzt prüft, ob sie für dich geeignet sind. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder Medikamenten sind sie nicht empfohlen. Das Gespräch mit dem Arzt ist wichtig – nutze es auch, um Fragen zu stellen und dir Rückhalt zu holen.

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Was deine Krankenkasse zahlt

Viele Krankenkassen bieten rund um den Weltnichtrauchertag spezielle Aktionen an – kostenlose Beratung, vergünstigte Nichtraucherkurse, Zuschüsse für Nikotinersatz. Frag jetzt bei deiner Kasse nach.

Konkret: Die meisten gesetzlichen Kassen zahlen 75-100 Euro für zertifizierte Nichtraucherkurse. Manche erstatten auch Nikotinpflaster bis zu 50 Euro. DAK, TK und Barmer haben Online-Programme, die komplett kostenlos sind.

Für Verhaltenstherapie gibt es Zuschüsse, wenn du sie als Präventionsmaßnahme buchst (nicht als Therapie). Prüf die Kassen-Website oder ruf an – die Mitarbeiter kennen die aktuellen Weltnichtrauchertag-Angebote.

Ein Tipp: Viele Kassen bieten Bonusprogramme. Wenn du dokumentierst, dass du erfolgreich aufgehört hast (durch ärztliche Bescheinigung oder Kurs-Teilnahme), gibt es zusätzliche Bonuspunkte. Die kannst du für Gesundheitsleistungen einsetzen oder dir auszahlen lassen.

Auch Betriebskrankenkassen haben oft bessere Leistungen als du denkst. Die BKK VBU erstattet beispielsweise bis zu 100 Euro für Nikotinersatz, die BKK24 bietet kostenlose Rauchentwöhnungs-Coachings. Vergleichen lohnt sich.

Die Rolle von Nichtraucherkursen

Ein strukturierter Kurs verdoppelt deine Erfolgschancen im Vergleich zum Alleingang. Warum? Weil du dort lernst, wie du mit konkreten Situationen umgehst. Du bekommst nicht nur Informationen, sondern Strategien.

Gute Kurse kombinieren Verhaltenstherapie mit Informationen zu Nikotinersatz. Sie laufen meist über 6-8 Wochen mit wöchentlichen Treffen. Du triffst Menschen in derselben Situation – dieser Austausch hilft ungemein. Jemand hat dasselbe Problem wie du? Dann ist dein Problem lösbar.

Online-Kurse funktionieren genauso gut wie Präsenz-Kurse – das zeigen Studien aus der Corona-Zeit. Der Vorteil: Du kannst sie von zuhause machen, zu Zeiten die dir passen. Der Nachteil: Weniger persönlicher Kontakt, mehr Eigendisziplin nötig.

Achte auf Zertifizierung: Der Kurs sollte nach §20 SGB V zertifiziert sein. Nur dann zahlt die Krankenkasse. Die Zertifizierung garantiert auch eine gewisse Qualität – der Kurs wurde geprüft und erfüllt wissenschaftliche Standards.

Wenn es nicht beim ersten Mal klappt

Statistisch brauchen die meisten Menschen sechs bis sieben Versuche. Ein Rückfall ist kein Scheitern – er zeigt dir, welche Situation noch eine bessere Strategie braucht. Steh auf und versuch es nochmal. Jeder rauchfreie Tag zählt, auch wenn danach ein Ausrutscher kommt.

Wichtig nach einem Rückfall: Analysiere ohne Selbstvorwürfe. Was war der Trigger? Welches Hilfsmittel hat gefehlt? Warst du unterzuckert, müde, gestresst? Schreib es auf. Beim nächsten Versuch weißt du, wo du nachbessern musst.

Und: Ein Rückfall heißt nicht „jetzt rauche ich wieder wie vorher“. Die häufigste Falle ist das All-or-Nothing-Denken. „Ich hab eine geraucht, also ist eh alles egal.“ Nein. Hör sofort wieder auf. Jede Stunde ohne Zigarette hilft deinem Körper.

Dein Körper regeneriert sich schnell. Wenn du nach drei Wochen Abstinenz einen Ausrutscher hast und dann wieder aufhörst, sind die drei Wochen nicht verloren. Die positiven Effekte – bessere Durchblutung, regenerierte Lunge, normalisierter Blutdruck – bleiben teilweise erhalten. Du startest nicht bei Null.

Viele erfolgreiche Ex-Raucher hatten mehrere Anläufe. Das unterscheidet sie von denen die immer noch rauchen: Sie haben weitergemacht. Ein Rückfall ist nur dann ein Scheitern, wenn du aufgibst zu versuchen.

Die erste Krise meistern: Dein Notfallplan

Leg dir einen schriftlichen Notfallplan an. Was machst du, wenn das Verlangen überwältigend wird? Drei konkrete Strategien, die du sofort umsetzen kannst:

Strategie 1: Die 5-Minuten-Regel. Sag dir: „Ich rauche nicht jetzt, sondern in 5 Minuten.“ Dann Ablenkung. Nach 5 Minuten ist das akute Verlangen meist weg. Wenn nicht: Nochmal 5 Minuten. Du wirst überrascht sein, wie oft allein das Hinauszögern hilft.

Strategie 2: Ruf jemanden an. Leg dir vorher fest: Wen rufst du an, wenn es kritisch wird? Ein Freund der dich unterstützt, die Rauchentwöhnungs-Hotline deiner Krankenkasse (viele bieten das kostenlos), ein anderer Ex-Raucher. Hauptsache, du redest mit jemandem statt zur Zigarette zu greifen.

Strategie 3: Verlasse die Situation physisch. Geh raus. Mach 20 Hampelmänner. Dusch kalt. Was auch immer den Moment durchbricht. Dein Gehirn ist im Autopilot – du musst das Muster unterbrechen. Körperliche Aktivität hilft dabei am besten.

Schreib diese Strategien auf einen Zettel und steck ihn in deine Geldbörse. Wenn die Krise kommt, bist du im Stressmodus und denkst nicht klar. Dann ist der Zettel deine Rettung.

Dein Countdown ab jetzt

Heute ist der Tag, an dem du anfängst zu planen. Nicht am 31. Mai – jetzt. Hol dir das Material, informiere dein Umfeld, buch den Arzttermin. Je besser du vorbereitet bist, desto höher deine Chancen.

Mach eine konkrete To-Do-Liste für die nächsten zwei Wochen. Abhaken motiviert. Jeder Punkt den du erledigst, bringt dich deinem Ziel näher. Die Liste könnte so aussehen: Rauchtagebuch kaufen. Arzttermin buchen. Nikotinersatz bestellen. App downloaden. Freunden Bescheid sagen. Wohnung rauchfrei machen. Notfallplan schreiben.

Der Weltnichtrauchertag 2026 kann dein Startschuss sein – aber nur mit Plan. Kombiniere Nikotinpflaster mit Kaugummis für die körperliche Seite und Verhaltenstherapie für die Gewohnheiten. Je mehr Unterstützung du annimmst, desto höher deine Chancen.

Die Daten sind eindeutig: Mit Nikotinersatz plus Verhaltenstherapie schaffst du eine Erfolgsquote von 25-35%. Ohne Unterstützung liegt sie bei 3-5%. Die Entscheidung liegt bei dir.

Du kannst es schaffen. Tausende haben es vor dir geschafft, mit denselben Ängsten, denselben Zweifeln, derselben Abhängigkeit. Der einzige Unterschied: Sie haben einen Plan gemacht und ihn durchgezogen. Jetzt bist du dran.

Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Rauchentwöhnung wende dich bitte an eine medizinische Fachperson.
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Die Fachredaktion von nichtraucher.de besteht aus Gesundheitsexperten, ehemaligen Rauchern und spezialisierten Fachautoren. Unsere Artikel basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig geprüft und aktualisiert.

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